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Missbrauchsvorwürfe gegen französische Soldaten: Hollande will sich "unerbittlich" zeigen

Sie wurden zum Schutz der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik stationiert – jetzt wurde bekannt, dass französische Soldaten der

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Missbrauchsvorwürfe gegen französische Soldaten: Hollande will sich "unerbittlich" zeigen

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Sie wurden zum Schutz der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik stationiert – jetzt wurde bekannt, dass französische Soldaten der Sangaris-Mission Kinder sexuell missbraucht haben sollen. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge werden etwa ein Dutzend Soldaten beschuldigt. Die französischen Behörden, die seit Monaten ermitteln, hätten einige Beschuldigte identifizieren können. Präsident François Hollande kündigte exemplarische und angemessene Sanktionen an, wenn sich herausstellen sollte, dass die Vorwürfe stimmen. Er sei stolz auf Frankreichs Armee, deswegen würde er sich in dem Fall, dass sich Soldaten falsch verhalten haben, “unerbittlich” zeigen.

Erfahren haben die französischen Behörden von den Vorwürfen durch den schwedischen UN-Mitarbeiter Anders Kompass. Er leitete einen entsprechenden, internen und als geheim eingestuften UN-Bericht weiter und wurde deswegen suspendiert, wie die UNO nach Veröffentlichungen des britischen Guardian bestätigte.

Der Zeitung zufolge enthält der UN-Bericht Zeugenaussagen von Jungen, die zwischen Dezember 2013 und Juli 2014 in einem Flüchtlingscamp in Bangui gegen Essen und Geld missbraucht wurden. Sie seien zum Teil Waisen und zwischen acht und 15 Jahren alt.