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Teure Vergangenheitsbewältigung bei der Royal Bank of Scotland

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Teure Vergangenheitsbewältigung bei der Royal Bank of Scotland

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Die Royal Bank of Scotland (RBS) erwartet in den kommenden Wochen eine Einigung mit den US-Behörden zu den Vorwürfen der Devisenmanipulation und legt dafür nochmal 460 Millionen Euro zur Seite. Das Polster für die juristische Vergangenheitsbewältigung wächst damit auf 970 Millionen Euro. Die Verhandlungen mit den US-Behörden seien weit fortgeschritten, so die Bank.

Auch wegen der Rückstellungen hat die britische Bank, seit der Finanzkrise quasi komplett verstaatlicht, im ersten Quartal dieses Jahres ein Minus von knapp 620 Millionen Euro gemacht – nach einem Gewinn von 1,65 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Bankchef Ross McEwan rechnet mit einem weiteren harten Jahr riesiger Umstrukturierungen, belastet durch Missetaten der Vergangenheit. “Da sind noch viele interne Verhaltensregeln und Rechtsstreitigkeiten abzuarbeiten – all das hinter uns zu lassen, gehört zu unserem Plan.”

Er hat der Bank ein groß angelegtes Umbau- und Sparprogramm verordnet, mit dem Rückzug aus einer ganzen Reihe von Auslandsmärkten, die Investmentbanksparte soll weiter schrumpfen.

su mit Reuters