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USA: Demonstranten fordern Gerechtigkeit für Freddie Gray

In der amerikanischen Ostküstenmetropole Baltimore ist es in der zweiten Nacht mit Ausgangssperre weitgehend ruhig geblieben. Vor drei Tagen war es

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USA: Demonstranten fordern Gerechtigkeit für Freddie Gray

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In der amerikanischen Ostküstenmetropole Baltimore ist es in der zweiten Nacht mit Ausgangssperre weitgehend ruhig geblieben. Vor drei Tagen war es zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen nach der Beerdigung des Schwarzen Freddy Gray (25) gekommen, der unter ungeklärten Umständen in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen war.

Meinung

Wir wollen wissen, wer bei der Polizei daran beteiligt war.

Senatorin Catherine Pugh sagte: “Wir wollen Gerechtigkeit für Freddie Gray. Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung der Umstände seines Todes. Wir wollen wissen, wer daran beteiligt war.”

Neben der Nationalgarde haben Vertreter der Kirchen wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass in Baltimore nicht noch mehr Reifen brannten. Die Bürgermeisterin selbst hatte sich zu den Demonstranten begeben und versuchte mit ihnen zu reden. Unser Washington-Korrespondent Stefan Grobe war vor Ort in Baltimore und sprach mit Pastoren und Menschen auf der Straße:

https://twitter.com/StefanGrobe1/status/593403162263969792

Der 25-jährige Freddie Gray war am 12. April festgenommen worden. Aus unbekannten Gründen fiel er in ein Koma und verstarb am 19. April. Nach seiner Beerdigung am Sonntag kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Nationalgarde wurde einberufen, der Ausnahmezustand ausgerufen, und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Auch in anderen Städten wie in New York, Washington und Boston gingen die Menschen auf die Straße und forderten Gerechtigkeit für Freddie Gray. Vereinzelt kam es zu Festnahmen.