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Börse straft Twitter und Yelp für miese Zahlen, und jetzt auch noch LinkedIn

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Börse straft Twitter und Yelp für miese Zahlen, und jetzt auch noch LinkedIn

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Wenn überzogene Erwartungen bei Internet-Unternehmen auf Realität treffen: Nervöse US-Anleger haben derzeit keine Geduld, mit schlechten Quartalszahlen. Nachdem der Kurznachrichtendienst Twitter und die Bewertungs-App Yelp um rund 30 Prozent abgewertet wurden, hat es jetzt auch die Aktie von LinkedIn erwischt. Sie fiel nachbörslich um rund 21 Prozent, nachdem das Karriere-Netzwerk mit seiner Prognose enttäuschte.

Bei LinkedIn verdreifachte sich der Verlust im ersten Quartal im
Jahresvergleich von 11,5 auf 38 Millionen Euro. Der
Umsatz stieg um gut ein Drittel auf 566 Millionen Euro. Der
Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr mit erwarteten Erlösen von 2,6 Milliarden Euro kam an der Börse jedoch nicht gut an.

Yelp steigerte den Umsatz im ersten Quartal zwar im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 105,2 Millionen Euro – Analysten hatten aber mit mehr gerechnet. Auch die Umsatzprognose für das laufende Quartal fiel niedriger als erwartet aus. Yelp verbuchte im ersten Vierteljahr 1,15 Millionen Euro Verlust, etwa halb so viel wie im Vorjahresquartal und stellte 1,90 Dollar pro Aktie Gewinn in Aussicht, deutlich unter den Analystenerwartungen von 3,05 Dollar. Bei Yelp können Nutzer Restaurants und andere Geschäfte bewerten.

Twitter steckt weiterhin tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal gab es einen Verlust von 144 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich zwar um 74 Prozent auf 387 Millionen Euro. Twitter verfehlte damit aber eigene Vorhersagen und die Erwartungen der Analysten. Auch die Prognose für 2015 wurde gekappt.

su mit dpa