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Britische Parlamentswahl wenige Tage vor der Abstimmung völlig offen

Umfragen sehen die beiden großen Parteien, Tories und Labour, seit Wochen abwechselnd knapp vorn oder auch gleichauf. Es wird wohl wieder auf Bündnispartner ankommen, bis zur letzten Wahl für Brite

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Britische Parlamentswahl wenige Tage vor der Abstimmung völlig offen

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Wenige Tage vor der britischen Parlamentswahl ist völlig offen, wer gewinnen könnte.

Umfragen sehen die beiden großen Parteien, Tories und Labour, seit Wochen abwechselnd knapp vorn oder
auch gleichauf.

Die letzte Wahl von 2010, die den Briten ihre allererste Koalitionsregierung brachte, erscheint dagegen übersichtlich.

Vorher war sowieso immer klar, dass entweder Labour oder die Tories gewinnen – bedingt durch das britische Wahlsystem, das nur Direktkandidaten kennt, keine Parteilisten.

Ob nun diesmal die konservativen Tories unter David Cameron weiterregieren oder Labours Sozialdemokraten unter Ed Miliband übernehmen, hängt so gut wie sicher erneut von Bündnispartnern ab.

Bitter für Labour: Die Partei könnte alle ihre Sitze in Schottland, bisher immer eine Hochburg, an die dortige Nationalpartei SNP verlieren.

Ohne diese Sitze würde eine Machtübernahme schwierig: Die SNP würde Labour zwar unterstützen, Labour lehnt aber jede Form von Zusammenarbeit ab, ob nun als Regierungsbündnis oder in jeder anderen Form von Übereinkunft.

Landesweit könnten beide großen Parteien auch Parlamentssitze an die Unabhängigkeitspartei UKIP verlieren, die mit ihrem europaskeptischen Kurs viele Anhänger finden.

Offen ist, wie viele Sitze zum Beispiel die Liberaldemokraten gewinnen, bisher zusammen mit den Tories an der Regierung, aber durch diese Beteiligung deutlich geschwächt.

Gewählt werden die 650 Abgeordneten im Parlament von Westminster am Donnerstag; sicher ist nur: Es wird spannend wie nie zuvor.