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Nepal: Bedrohung durch Infektionskrankheiten

Knapp eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben steigt in Nepal aufgrund schlechter Hygienebedingungen die Gefahr vor Infektionskrankheiten. In der

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Nepal: Bedrohung durch Infektionskrankheiten

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Knapp eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben steigt in Nepal aufgrund schlechter Hygienebedingungen die Gefahr vor Infektionskrankheiten. In der Hauptstadt Kathmandu, die einer Zeltstadt gleicht, sind in insgesamt 21 Auffanglagern mehr als 20.000 Überlebende untergebracht.

“Ich mache mir Sorgen, dass meine Kinder krank werden weil es hier so dreckig ist. Die Leute verrichten ihre Notdurft überall und das Wasser zum Hände waschen oder abwaschen von Geschirr ist nicht sauber”, erklärte eine Mutter, die mit ihrer Familie in einem der Auffanglager lebt.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden mindestens zwei Millionen Menschen in den kommenden drei Monaten auf Zelte, Trinkwasser, Lebensmittel und ärztliche Versorgung angewiesen sein.

Kent Page von UNICEF erklärte: “Wir machen uns vor allem Sorgen wegen Masern. UNICEF plant gerade eine Impfkampagne. Masern können gerade für gesundheitlich angeschlagene Kinder tödlich sein. Zudem gibt es immer mehr Durchfallerkrankungen. Wir müssen vor allem sicherstellen, dass Kinder saubere Hände haben, damit sie nicht krank werden.”

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in Nepal rund 70.000 Häuser zerstört und mehr als eine halbe Million beschädigt. Die Zahl der Toten ist nach offiziellen Angaben auf über 6.000 angestiegen. Die Hoffnung, in den Trümmern weitere Überlebende zu finden, schwindet.