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Schwere Krawalle bei EXPO-Eröffnung in Mailand

Überschattet von gewalttätigen Protesten hat in Mailand die Weltausstellung begonnen. Die Polizei ging im Stadtzentrum von Mailand mit Tränengas und Wasserwerfern gegen randalierende Demonstranten vor

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Schwere Krawalle bei EXPO-Eröffnung in Mailand

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Überschattet von gewalttätigen Protesten hat in Mailand die Weltausstellung begonnen. Die Polizei ging im Stadtzentrum von Mailand mit Tränengas und Wasserwerfern gegen randalierende Demonstranten vor. Mehrere Autos wurden in Brand gesteckt, Gebäude mit Graffiti beschmiert und Scheiben eingeworfen. Demonstranten warfen mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und anderen Gegenständen. Linke Gruppierungen, Globalisierungsgegner, Studenten, Gegner der Sparpolitik und Umweltschützer hatten zu den Protesten aufgerufen.

Die Expo-Gegner kritisieren die hohen Kostender Ausstellung sowie die Beteiligung großer Lebensmittelkonzerne als Sponsoren.

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“Ich glaube nicht, dass die großen Konzerne wie Coca Cola, McDonald’s und Nestlè bereit sind, den Planeten zu ernähren. In den vergangenen 20, 30, 40 Jahren haben sie Millionengewinne eingestrichen und die Umwelt verschmutzt. Monsanto hat gentechnisch veränderte Pflanzen eingeführt. Ganze landwirtschaftlich geprägte Gegenden haben sie verarmen lassen”, erregt sich Demonstrantin Monica Pepe.

Zuvor hatte Ministerpräsident Matteo Renzi, die EXPO eröffnet. “Ernährung” ist Thema der Weltausstellung. Renzi sieht die Weltausstellung als Möglichkeit, sein Land nach Jahren des Abschwungs in der Welt wieder positiver darzustellen. Die Organisatoren rechnen in den kommenden sechs Monaten mit rund 20 Millionen Besuchern und zehn Milliarden Euro Einnahmen.

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