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Speed: Lorenzo gewinnt MotoGP in Jerez

Jorge Lorenzo ist bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben, aber beim Rennen in Jerez de la Frontera zeigte er, daß mit ihm noch zu rechnen ist

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Speed: Lorenzo gewinnt MotoGP in Jerez

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Jorge Lorenzo ist bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben, aber beim Rennen in Jerez de la Frontera zeigte er, daß mit ihm noch zu rechnen ist. Er dominierte den spanischen Grand Prix von der ersten Minute an.

Es war bereits der dritte Erfolg des Yamaha-Werksfahrers nach 2010 und 2011 vor heimischem Publikum. Lorenzo ging nach dem Start in Führung und gab sie über die Renndistanz von 27 Runden nicht mehr ab. Ein Meisterstück, wie der Veranstalter der Rennserie meint:

Zweiter wurde Marc Marquez auf Honda, vor Valentino Rossi auf Yamaha. Der Italiener bleibt aber in der WM-Gesamtwertung vorne. Lorenzo verbessert sich auf Rang Drei.

Rückblick: Das lange Warten Spaniens auf einen Weltmeister

In den vergangenen Jahren haben spanische Fahrer viele Rennen dominiert. Das war aber nicht immer so: Lange Zeit waren spanische Podiumsplätze die absolute Ausnahme. 1996, bei einem Rennen in Jerez de la Frontera begannen die spanischen Fans vor lauter Freude über einen vermeintlich sicheren Sieg bereits zu früh zu feiern.

Das Rennen war der vierte Lauf der Saison. Eine Runde vor Schluss lag Lokalmatador Àlex Crivillé vorne. Zweiter war sein Honda-Teamkollege Mick Doohan. Was dann passierte, war ebenso ungewöhnlich wie unglaublich gefährlich: Hunderte spanische Fans überwanden die Absperrungen und liefen an die Strecke. Doohan konnte aufholen und sogar überholen. Und dann verlor Crivillé auch noch die Kontrolle über seine Maschine. Viele Fans auf der Strecke hatten davon gar nichts mitbekommen und waren völlig überrascht, Crivillé am Ende nicht auf dem Podium zu sehen.

1999: Crivillé erlöst seine Landsleute

Àlex Crivillé war der große Verlierer bei diesem Rennen, aber er hat mehr als genug Gründe, stolz auf sich zu sein. Drei Jahre später wurde er der erste Weltmeister aus Spanien.

Μit 14 Jahren hatte Crivillé angefangen, Rennen zu fahren. Mehrfach hatte er die Gewichtsklasse und den Rennstall gewechselt. Und er war dabei immer erfolgreicher geworden. Sein erstes WM-Rennen fuhr er 1987 in der 80-cm³-Klasse. Er wurde Zweiter. 1989 stieg er in die 125er Klasse auf und wurde mit fünf Saisonsiegen bereits im ersten Anlauf Weltmeister.

Seine sportliche Heimat fand er 1994 bei Honda. Der WM-Triumph in der Königsklasse war das I-Tüpfelchen seiner Karriere. 2002 trat er mit gesundheitlichen Problemen vom aktiven Rennsport zurück.

Τrauer über den Tod einer Legende

Der spanische Grand Prix in Jerez wurde überschattet von der Nachricht, daß Geoff Duke gestorben war. Der Engländer war in den 1950er Jahren der dominierende Rennfahrer. Er wurde 92 Jahre alt.

Der Name von Geoff Duke ist ein Synonym für den Motorsport der Nachkriegszeit. Er war ein Superstar, in der Szene nannte man in einfach den „Duke“, übersetzt „den Herzog“.
Er holte sechs Weltmeistertitel und gewann fünfmal das schwere Tourist-Trophy-Rennen auf der Isle of Man. Insgesamt feierte er 33 Grand-Prix-Siege.

Er ist Mitglied in der Hall of Fame der Königsklasse MotoGP. Nach dem Ende seiner Karriere wurde Duke ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er starb am 1. Mai 2015 in einem Pflegeheim in seiner Wahlheimat Douglas auf der Isle of Man.
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