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Wundersame Rettung in Nepal: 101-Jähriger und weitere Überlebende geborgen

Acht Tage nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben sind in Nepal mindestens vier Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden. Ein Polizist

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Wundersame Rettung in Nepal: 101-Jähriger und weitere Überlebende geborgen

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Acht Tage nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben sind in Nepal mindestens vier Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden. Ein Polizist erklärte, Soldaten und Polizisten hätten zwei Frauen und einen Mann ausgegraben und in ein Krankenhaus gebracht. Zwei von ihnen hätten unter den Überresten ihres Lehmhauses im Distrikt Sindhupalchowk gelegen.

Meinung

"Niemand hift uns"

Bei einem weiteren Überlebenden handelt es sich nach Regierungsangaben um einen einhunderteins Jahre alten Mann aus dem Distrikt Nuwakot. Er wurde per Helikopter in ein Krankenhaus geflogen.

“Niemand ist zu uns gekommen, niemand hilft uns”, klagt eine andere Überlebende. “Wir müssen uns irgendwie selbst versorgen.”

Die Zahl der Todesopfer ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 7.100 gestiegen.

Ein weiterer Überlebender sagte:

“Wenn niemand kommt um uns zu helfen, werden wir sterben, verhungern. Was sollen wir dazu noch sagen?”

Die nepalesische Regierung hatte am Samstag erklärt, es gebe quasi keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Deswegen sollten sich alle verfügbaren Kräfte auf die Verteilung von Zelten, Nahrungsmitteln und Wasser konzentrieren.

Nach Deutschland zurückgekehrte Rettungsteams berichteten, in den Dörfern sei das Ausmaß der Zerstörung katastrophal. Ganze Ortschaften seien wie ausradiert. Mehrere hunderttausend Menschen seien ohne ein festes Dach über dem Kopf. Ihnen fehle es an allem, auch an Wasser.

Das nepalesische Innenministerium versicherte, es werde alles Menschenmögliche getan, um Nepalesen und Ausländer zu retten. Nach EU-Angaben bestand zuletzt zu rund 1.000 in der Region vermuteten Europäern kein Kontakt. Mediziner wie Liu Haifeng befürchten nun den Ausbruch von Seuchen:

“Die steigenden Temperaturen in Verbindung mit verwesenden Leichen und Kadavern erhöhen das Risiko von Epidemien enorm.”

Das Beben der Stärke 7,8 war nach nepalesischen Behördenangaben das verheerendste seit mehr als 80 Jahren in Nepal.

Mehr als 14.000 Menschen erlitten Verletzungen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind insgesamt acht Millionen Menschen in Nepal von den Folgen des Erdbebens unmittelbar betroffen.

Etwa 300.000 Häuser in der Himalaya-Region wurden ganz oder teilweise zerstört.