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Katar fliegt auf Rafale

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Katar fliegt auf Rafale

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Der Verkauf von 24 französischen Rafale-Kampfjets an den Golfstaat Katar ist in trockenen Tüchern. Der Rüstungsdeal für 6,3 Milliarden Euro wurde in Doha unterzeichnet, Frankreichs Präsident François Hollande war auch gekommen. Die Vereinbarung sieht laut Dassault auch eine Kaufoption für zwölf weitere Kampfjets vor.

Die Rafale (französisch für Bö oder Windstoß) ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug des französischen Herstellers Dassault Aviation. Es wurde fast vollständig im nationalen Alleingang entwickelt, nachdem Frankreich aus dem Eurofighter-Konsortium ausgestiegen war. Seit 15 Jahren wird die Serienversion an Marine und Luftwaffe in Frankreich ausgeliefert.

Seit Jahren wurden auch im Ausland Käufer für die Kampfflugzeuge gesucht – bisher vergeblich.

Allein in den vergangenen drei Monaten kamen nun mehrere Vereinbarungen zustande: Ägypten bestellte im Februar 24 Rafale, danach folgte Indien Anfang April mit einer Bestellung von 36 Kampfflugzeugen. Frankreich hofft auf Verträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Malaysia.

Mit Katar habe es keine “Gegengeschäfte” gegeben, betonte Hollande: “Gegenstand des Vertrages waren nur Rafale-Flieger und und deren Ausstattung, nichts Anderes.” In französichen Medien (“Le Monde”; “Les Echos”) war vermutet worden, dass Katar im zivilen Luftverkehr Zugeständnisse bekommen habe – etwa Landerechte für Qatar Airways auch in Lyon und Nizza. “Ein harter Schlag für Air France”, kommentierte “Le Monde”.

su mit AFP