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Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab

Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Auch an diesem Montagmorgen kamen fast 1000 Migranten aus Afrika in Italien an. Und weitere Boote sind

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Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab

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Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Auch an diesem Montagmorgen kamen fast 1000 Migranten aus Afrika in Italien an. Und weitere Boote sind unterwegs. Mehr als 6000 Flüchtlinge haben es allein am Wochenende in Schlepperbooten nach Europa geschafft, zehn Menschen kamen auf dem Weg ums Leben. Die EU sucht händeringend nach Möglichkeiten, den Flüchtlingsansturm in den Griff zu bekommen – bislang ohne Erfolg.

Meinung

Wir leiden.

Zahlreiche Flüchtlinge versuchen, von Libyen aus nach Europa zu gelangen, ein Ausgangspunkt ist die Küstenstadt Misrata. Allerdings gehen auch die libyschen Behörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die Schlepper vor.

So stoppte die libysche Küstenwache am Sonntag fünf Schmugglerboote, die mit 500 Migranten an Bord auf dem Weg nach Europa waren. Die Flüchtlinge wurden nach Misrata zurückgebracht.

Ein Sudanese sagte: “Es ist eine lange und lebensgefährliche Reise vom Sudan nach Adschdabiya in Libyen und von da weiter und wieder weiter, bis man in Tripolis ist, und auf jeder Etappe der Reise kann man umkommen.”

Eine Frau klagte: “Wir leiden. Schauen Sie uns an. Wir setzen unser Leben aufs Spiel. Deshalb sind wir so unglücklich. Wir leiden. Die Menschen müssen sehen, wie wir leiden.”

Wegen des Flüchtlingsansturms hat die EU offenbar Kontakt zu Australien aufgenommen, wie die dortigen Regierung mitteilte. Ministerpräsident Tony Abbott sagte, soweit er wisse, habe es offizielle Kontakte gegeben. Das berichtet die Agentur AFP. Der konservative Politiker hatte Europa schon vor ein paar Wochen Hilfe für den Umgang mit dem Flüchtlingsproblem angeboten und geraten. Immerhin ist es seiner Regierung gelungen, die Zahl an illegalen Migranten von 20.000 im Jahr 2013 praktisch auf null zu senken – mit strikten Methoden.

Im Rahmen der Operation souveräne Grenzen werden etwa Boote mit Flüchtlingen schon auf hoher See von der Marine abgefangen und abgedrängt. Wer es dennoch auf australischen Boden schafft, wird in Lagern auf Inseln untergebracht. Die Chancen auf eine Zukunft in Australien sind für die illegalen Flüchtlinge verschwindend gering.

Das Vorgehen wird von Menschenrechtlern, aber auch von den UN angeprangert, besonders die Zustände in den Auffanglagern sorgen immer wieder für laute Kritik.

Dass Europa das australische Rezept übernimmt, ist mehr als unwahrscheinlich.

Hier gelangen Sie zur offiziellen Homepage der Operation Sovereign Borders

  • Marina militare

    Migrants rescue in the Mediterranean sea

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