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Türkische Inflation - auch eine politische Frage

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Türkische Inflation - auch eine politische Frage

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In der Türkei steigen die Preise schneller als erwartet, vor allem Nahrungsmittel werden teurer.

Die jährliche Inflationsrate stieg im April um 0,3 auf 7,91 Prozent, so die Statistikbehörde. Essen wurde im Jahresvergleich 14,36 Prozent teurer.

Zentralbankchef Erdem Basci hob die Jahresinflationsprognose von 5,5 auf 6,8 Prozent an, die Lira sei schwach und die Ölpreise höher als erwartet. Zum Bremsen sei es aber noch zu früh.

“Die Zahlen zeigen einen deutlichen Einfluss aus der Abschwächung der Lira im April und hohe Lebensmittelpreise”, sagte Odeabank AS Chefökonom Inanc Sozer.“Jetzt machen wir uns auch Sorgen über die Inflation im Mai.”

Kritiker wie Ramazan Taş vom HESA-Institut (Hukuk Etik Siyaset Araştırmaları Derneği halten die tatsächliche Geldentwertung für höher, den Warenkorb für nicht aktuell. In den vergangenen Jahren waren die Prognosen der türkischen Zentralbank regelmäßig von der Realität übertroffen worden. Die Regierung Erdoğan ist gegen höhere Zinsen, um die Konjunktur nicht zu gefährden.

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