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Griechische Katastrophenexperten in Nepal: "Die Bevölkerung ist stark verängstigt"

Von der Rückkehr zu einem auch nur halbwegs geordneten Allteg ist Nepal weit entfernt. Das wird nicht nur in der Hauptstadt Kathmandu deutlich. Ein

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Griechische Katastrophenexperten in Nepal: "Die Bevölkerung ist stark verängstigt"

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Von der Rückkehr zu einem auch nur halbwegs geordneten Allteg ist Nepal weit entfernt. Das wird nicht nur in der Hauptstadt Kathmandu deutlich. Ein griechisches Team von Experten für Erdbeben und andere Naturkatastrophen hat sich fünf Tage lang in den Katastrophengebieten aufgehalten.

Meinung

Die Menschen werden noch wochen- oder sogar monatelang draußen verharren

Darunter Efthimios Lekkas, Geologieprofessor an der Universität Athen:

“Wir waren in Kathmandu und wurden dort mit kompletten Zerstörungen konfrontiert. In verschiedenen Vierteln der Hauptstadt ist einfach alles eingestürzt. Nach unserem Eintreffen begannen direkt die Arbeiten der Rettungs- und Bergungsmannschaften.”

Der Professor hatte bereits den Tsunami in Thailand und das Erdbeben in Haiti begutachtet.

Er sagte, die durch das Beben in Nepal freigesetzte Energie sei 700 Mal stärker gewesen als die Erdstöße im japanischen Hiroshima.

“Die nepalesische Bevölkerung ist stark verängstigt. Die Menschen werden noch wochen- oder sogar monatelang draußen verharren und die Rückkehr in Gebäude vermeiden. Es gibt vor allem in Kathmandu gewaltige Flüchtlingsströme. Die Menschen stehen kilometerlang Schlange und warten auf kostenlose Gelegenheiten, um mit Bussen aus Kathmandu herauszukommen.”

Die Experten der Universität Athen hielten sich fünf Tage lang im Katstatrophengebiet auf.

Ihre Hauptaufgabe war die fachliche Beratung der Rettungs- und Suchmannschaften.

“Die Nepalesen kann man generell als Überlebenskünstler bezeichnen. Sie sind schwierige Lebensumstände in dieser gebirgigsten Region der Welt gewohnt. Sie benötigen nicht viel zum Leben und die Religion spielt eine große Rolle.”

Die Experten um Lekkas arbeiten jetzt an einem Bericht für die Vereinten Nationen. Das größte Problem, so Lekkas, bleibe die geringe Widerstandsfähigkeit fast aller Gebäude gegenüber Erdbeben.