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Proteste in Italien gegen geplante Schulreform

Die Reform soll Schulen mehr Eigenständigkeit geben. Die Demonstranten sehen mit den Plänen der Regierung aber künftig mehr Ungleichheit in der Bildung.

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Proteste in Italien gegen geplante Schulreform

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Italienische Lehrer und Eltern haben landesweit gegen eine geplante Schulreform protestiert Schulen blieben geschlossen.

Die Reform soll Schulen mehr Eigenständigkeit geben; so könnten sich Schulleiter ihre Lehrer künftig aussuchen.

Die Demonstranten sehen mit den Plänen der Regierung aber mehr Ungleichheit in der Bildung.

Man habe bisher eine Schule, die Bildung für das ganze Gemeinwesen biete, sagt der Gewerkschafter.

Dies solle jetzt ersetzt werden durch eine wettbewerbsorientierte Schule mit Schülern erster und zweiter Klasse.

Für ihren achtjährigen Sohn wolle sie alle Bildungsmöglichkeiten, sagt eine Mutter.

Er solle einmal die Oberschule und die Universität besuchen und beides frei wählen können. Er solle sich aussuchen können, ob er Arbeiter oder
Architekt werden will.

Der Gesetzentwurf sieht aber auch mehr Geld für die Schulen vor.

Außerdem sollen einhunderttausend Vertretungslehrer fest angestellt werden.

Der Entwurf wurde im März von der Regierung beschlossen, muss jetzt aber im Parlament behandelt werden.

In einer Woche wollen die Gegner des Entwurfs erneut demonstrieren.