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Schüsse in Texas: Kritik an Angriff auf Redefreiheit

Nach dem Schusswechsel mit zwei Toten vor einem Veranstaltungszentrum im texanischen Garland schlagen die Emotionen hoch. Zwei Männer hatten

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Schüsse in Texas: Kritik an Angriff auf Redefreiheit

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Nach dem Schusswechsel mit zwei Toten vor einem Veranstaltungszentrum im texanischen Garland schlagen die Emotionen hoch. Zwei Männer hatten Einheiten der Polizei angegriffen und waren dann von diesen erschossen worden. In der Nähe des Vorfalls waren Mohammed-Karrikaturen gezeigt worden. Kritiker sehen den Vorfall als einen Anschlag auf die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst. Ein Vertreter der Muslime in der Region, Azhar Azeez, warnte daraufhin vor Verallgemeinerungen: “Von mehr als 100.000 Muslimen, die hier in der Region Dallas leben, ist nicht ein einziger nach Garland gekommen, um gegen die Karrikaturen zu demonstrieren. Sie haben das einfach links liegen gelassen. Das zeigt, dass innerhalb unserer muslimischen Gemeinde ein hohes Maß an Toleranz herrscht und die Redefreiheit äußerst hoch geschätzt wird.”

Die als rechts geltende New Yorker Vereinigung “American Freedom Defense Initiative” hatte zu dem Wettbewerb eingeladen. Ihre Vorsitzende, Pamela Geller, sprach nach dem Vorfall von einem Krieg gegen die Redefreiheit.

Ibrahim Hooper ist Sprecher des Rats für amerikanisch-islamische Beziehungen. Für ihn steht die Redefreiheit über dem religiösen Empfinden: “Sogar Menschen wie Pamela Geller und Geert Wilders sollten sagen dürfen, was sie so denken. Wir habe in unserer Gesellschaft dann die Möglichkeit, friedlich dagegen zu argumentieren. Heisst: Für solche Anschläge gibt es keine Entschuldigung, nicht mal eine anti-islamische Veranstaltung. “

Auf Einladung von Pamela Geller hatte kurz vor dem Schußwechsel in Garland der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders eine Rede gehalten. Auch ihm könnte der Angriff gegolten haben.