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Wie der Zweite Weltkrieg die USA geprägt hat

Die fünf wichtigsten Dinge, die der Zweite Weltkrieg den USA gebracht hat und die bis heute wichtig sind.

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Wie der Zweite Weltkrieg die USA geprägt hat

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Wie der Zweite Weltkrieg die USA geprägt hat

Pearl Harbour

Am 7. Dezember 1941 überfielen Luftstreitkräfte der Marine des Kaiserreichs Japan die im Hafen von Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA. US-Präsident Franklin D. Roosevelt sprach von einem “Tag der Schande”, “a date which will live in infamy”. Mehr als 2.400 US-Amerikaner wurden getötet. Der Angriff sollte die Vormachtstellung Japans im Pazifik besiegeln.

Trotz der schmerzhaften Verluste wurde die US-Pazifikflotte nicht völlig zerstört. Doch der Überfall auf Pearl Harbor brachte die Stimmen in der US-Politik zum Schweigen, die die USA aus dem Zweiten Weltkrieg heraushalten wollten. Experten sehen in Pearl Harbor den Beginn der bis heute andauernden US-Interventionspolitik.

Fotos: Pearl Harbour von einem japanischen Flugzeug aus gesehen

Das Manhattan Projekt

Am 2. August 1939 warnte der ungarische Physiker Léo Szilard in einem von Albert Einstein unterzeichneten Brief an den US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt vor der Gefahr einer von Deutschland entwickelten Atombombe. Die Forscher empfahlen Roosevelt, ein US-amerikanisches Atomprogramm aufzubauen.
Der US-Präsident befolgte den Rat der Wissenschaftler. Unter der Leitung von Robert J. Oppenheimer arbeiteten mehr als 100.000 Menschen – darunter Überläufer aus der Sowjetunion – am sogenannten Manhattan-Projekt. Nicht alle Beteiligten waren über das Ziel des Projekts, nämlich die Entwicklung einer Atombombe, informiert.
Einen Monat nach dem ersten Test ordnete US-Präsident Harry S. Truman an, eine Atombombe abzuwerfen: am 6. August 1945 auf Hiroshima, drei Tage später auf Nagasaki.
92.000 Menschen waren sofort tot, etwa 130.000 weitere starben noch im Laufe des Jahres 1945. Japan ergab sich.

Fotos: Hanford B-ReaKtor, Washington State und Hiroshima

“Arsenal der Demokratie Democracy”

Im Dezember 1940 prägte US-Präsident Franklin D. Roosevelt den Ausdruck “Arsenal der Demokratie”, um Amerikas Rolle im Kampf gegen den Totalitarismus zu beschreiben.
Gemeint ist die Rolle der USA als Unterstützer der Feinde des Hitler-Regimes. Mehrere Milliarden Dollar gingen als Hilfsgelder vor allem in Form von Waffenlieferungen an die Alliierten.
Ohne diese Hilfe – das gab sogar Stalin zu – hätten die Alliierten den Zweiten Weltkrieg vermutlich nicht gewonnen.
Im Gegenzug errichteten die USA Militärbasen in allen Teilen der Welt.
Mit dem Marshall-Plan unterstützten die USA das nach dem Zweiten Weltkrieg daniederliegende Europa und sicherten sich die Europäer als Kunden von US-amerikanischen Konsumgütern.

_Fotos: B-24 Bomber (links) _

Jalta und Potsdam

Die Beziehung zwischen den USA und der Sowjetunion schien in Ordnung, als sich Roosevelt, Churchill und Stalin im Februar 1945 auf Jalta trafen. Aber im Juli 1945 in Potsdam sah vieles schon ganz anders aus. Deutschland hatte kapituliert, die UdSSR bsesetze Osteuropa, Roosevelt war tot.
Während der Posdamer Konferenz verlor Churchill die britischen Wahlen und wurde durch Clement Attlee ersetzt. Roosevelts Nachfolger US-Präsident Harry s. Truman macht in Stalins Richtung Anspielungen auf die “neue und mächtige Waffe” – ohne zu wissen, dass sowjetische Spione Stalin bereits über die Atombombe ins Bild gesetzt hatten. Falls es zwischen Roosevelt, Stalin und Churchill eine Art Vertrauen gegeben haben sollte, zwischen den neuen Vertretern von USA, UdSSR und GB gab es keines. Auf den Zweiten Weltkrieg sollte der Kalte Krieg folgen – von dem manche sagen, dass er nie zu Ende gegangen ist.

Fotos: Zwischen Jalta im Februar und Potsdam im Juli – von Churchill-Roosevelt-Stalin zu Attlee-Truman-Stalin

Von der Kriegsproduktion zum goldenen Konsumzeitalter

US-Präsident Roosevelt verlangte die ununterbrochene Produktion von Rüstungsgütern, denn die Industrieanlagen in Europa waren im Krieg zerstört worden, Die US-Bürger waren aufgerufen, all ihr Kupfer, Aluminium und andere Materialien als Kriegsspende abzugeben. Auch in den USA waren die Folgen des Krieges spürbar.
Doch nach dem Krieg wurden statt Panzern, Kriegsschiffen und Flugzeugen in den amerikanischen Fabriken Autos, Kühlschränke und Fernseher hergestellt.

Niedrige Zinsen, Wiedereingliederungsprogramme für Kriegsheimkehrer, langsam aber sicher brachte es die (weiße) Mittelklasse in den USA zu etwas. Der Nachkriegsoptimismus trug mit zum Baby-Boom bei und zu steigender Nachfrage. Die USA wurde zur globalen Supermacht im “Goldenen Zeitalter des Kapitalismus”.

Fotos: The wartime work ethic and productivity drove America’s post-war prosperity, helped also by credit and training opportunities for war veterans