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Wieder Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Ein maltesisches Containerschiff hat am Sonntag vor Sizilien zahlreiche illegale Einwanderer aufgenommen, die in zwei Schlauchbooten auf dem Weg nach

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Wieder Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

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Ein maltesisches Containerschiff hat am Sonntag vor Sizilien zahlreiche illegale Einwanderer aufgenommen, die in zwei Schlauchbooten auf dem Weg nach Europa waren. Aus einem der Boote war teilweise die Luft entwichen.

Meinung

Diese Menschen verlassen weiterhin ihre Heimat.

Wie die Hilfsorganisation Save The Children jetzt mitteilte, sollten etwa 40 Insassen des beschädigten Schlauchboote ertrunken sein. Das hätten andere Flüchtlinge, die mit an Bord waren, berichtet, hieß es. Offenbar seien einige beim Anblick des Containerschiffs ins Meer gesprungen, ohne jedoch schwimmen zu können.

An diesem Dienstag kamen die Migranten in Sizilien an, zugleich erreichten erneut Hunderte weiterer illegaler Einwanderer über das Mittelmeer Italien.

Wegen des guten Wetters und der ruhigen See ist die Zahl an Bootsflüchtlingen in den vergangenen Tagen stark angestiegen, am Wochenende allein kamen so 7000 illegale Migranten nach Europa. Und ein Ende der Massenansturms ist nicht abzusehen.

Giovanna Di Benedetto, die Sprecherin von Save The Children in Italien: “Diese Menschen verlassen weiterhin ihre Heimat. Alle, mit denen wir in den vergangenen Wochen gesprochen haben, berichten uns, dass die Lage in ihrer Heimat außer Kontrolle und die Zustände schlimm seien. Diese Leute haben keine andere Wahl als ihre Heimatländer zu verlassen. Und in Libyen ist die Situation jenseits jeglicher Logik.”

Von den Schlauchbooten wurden auch fünf Leichen geborgen, wahrscheinlich von Menschen, die nach dem Ablegen an Bord der Boote gestorben waren. Vor ungefähr zwei Wochen waren etwa 800 Migranten im Mittelmeer umgekommen. Die weitaus meisten Leichen können nicht geborgen werden.