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Kontroverse um PEN-Preis für "Charlie Hebdo" in den USA

Die Auszeichnung der Pariser Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo mit dem PEN-Preis für Mut und Meinungsfreiheit hat in den USA für Aufruhr in der

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Kontroverse um PEN-Preis für "Charlie Hebdo" in den USA

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Die Auszeichnung der Pariser Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo mit dem PEN-Preis für Mut und Meinungsfreiheit hat in den USA für Aufruhr in der literarischen Welt gesorgt. Aus Protest gegen die Ehrung hatten sechs Schriftsteller darunter Rachel Kushner aufgrund der kulturellen Intoleranz der Zeitschrift ihre Teilnahme an der Gala am Dienstagabend in New York abgesagt. Dieser Haltung haben sich inzwischen über 200 PEN-Mitglieder in einem vom Journalisten Glenn Greenwald initiierten offenen Brief angeschlossen.

Meinung

Nur wenige Menschen sind bereit dazu, sich in Gefahr zu bringen, um sicherzustellen, dass wir alle sagen können, was wir wollen.

“Nur wenige Menschen sind bereit dazu, sich in Gefahr zu bringen, um sicherzustellen, dass wir alle sagen können, was wir wollen. Die Mitarbeiter von ‘Charlie Hebdo’ bleiben hartnäckig, die Auszeichnung heute Abend spiegelt ihre Weigerung, die Einschränkung der freien Rede durch Gewalt zu akzeptieren”, so PEN-Präsident Andrew Solomon in seiner Verleihungsrede.

“Charlie Hebdo”-Chefredakteur Gérard Biard sagte in seiner Dankesrede: “Jean-Baptiste und ich sind sehr stolz darauf, hier zu sein und diese prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten. Auch wenn einige der Meinung sind, dass diese Auszeichnung ein Skandal ist. Vielen Dank an diejenigen, die uns unterstützen.”

Erst am Sonntag hatte es einen Angriff auf ein Ausstellungszentrum in Texas gegeben, in dem Mohammed-Karikaturen gezeigt worden waren. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Anschlag, bei dem ein Wachmann verletzt wurde und die Angreifer erschossen wurden.