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Lufthansa verdient mehr, spart weiter

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Lufthansa verdient mehr, spart weiter

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Trotz Germanwings-Absturz und Pilotenstreiks hat die Lufthansa im ersten Quartal mehr verdient als vor einem Jahr. Der saisontypische Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging im Jahresvergleich um fast ein Drittel zurück – auf 167 Millionen Euro. Der Umsatz legte in den ersten drei Monaten – getrieben vom starken Dollar – um acht Prozent auf 6,97 Milliarden Euro zu. Die Treibstoffkosten gingen um 14 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück.

Vor allem das billige Kerosin half Europas größter Fluggesellschaft, streikbedingte Flugausfälle zu verkraften. Unter dem Strich stand wegen eines Finanzgeschäfts sogar ein Gewinn von 425 Millionen Euro. Trotzdem will die Airline weiter Kosten kappen – der Preiskampf mit Billigfliegern wie Ryanair und
zusätzliche milliardenschwere Pensionslasten machen dem Konzern zu schaffen.

Von dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten erwartet die Lufthansa-Führung keine weiteren finanziellen Belastungen. Das Flugzeug, die Bergung und die Schadenersatzansprüche der
Hinterbliebenen würden von den Versicherern abgedeckt, so Finanzchefin Simone Menne.
Die Billigflugmarke Germanwings soll im Herbst in Eurowings aufgehen.

su mit dpa