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Hochspannung auf der Insel: Wahlausgang in Großbritannien völlig offen

Großbritannien wählt heute ein neues Unterhaus. Die Umfragen sehen ein totes Rennen zwischen Premierminister David Cameron von den Konservativen und

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Hochspannung auf der Insel: Wahlausgang in Großbritannien völlig offen

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Großbritannien wählt heute ein neues Unterhaus. Die Umfragen sehen ein totes Rennen zwischen Premierminister David Cameron von den Konservativen und Labor-Oppositionsführer Ed Miliband voraus. Cameron gab seine Stimme in seinem Wahlkreis Witney in der südenglischen Grafschaft Oxfordshire ab.

Für Labour-Chef Ed Miliband, der in Doncaster North in South Yorkshire wählte, könnte es allerdings leichter sein, eine regierungsfähige Mehrheit in einem Unterhaus zustande zubringen, das so zersplittert ist, wie seit Generationen nicht.

Die Konservativen warnen vor einer Zusammenarbeit von Labour und SNP

Als drittstärkste politische Kraft sehen die Meinungsumfragen die United Kingdom Independence Party (UKIP) unter Europakritiker Nigel Farage. Allerdings dürften sich die Millionen UKIP-Stimmen wegen des Mehrheitswahlrechts vermutlich kaum in Unterhausmandate verwandeln.

Im Mai 2014 wurde die UKIP stärkste Kraft bei den Europawahlen.

In Schottland stellt sich wohl nur die Frage wie groß der Triumph der Schottischen Nationalpartei (SNP) werden wird. Knapp die Hälfte der Bevölkerung will der SNP ihre Stimme geben, die Meinungsforscher sagen ihr über 50 der 59 schottischen Mandate voraus.

Die SNP wirbt für die Abwahl der Konservativen

Besonders schwer werden es die Liberaldemokraten um den Vizepremier Nick Clegg haben. Doch die unsicheren Mehrheitsverhältnisse könnten dafür sorgen, dass sie zusammen mit der SNP die Königsmacher im künftigen Unterhaus sein werden.

Rund 30 % der Briten haben in den letzten Meinungsumfragen angegeben, sie hätten sich noch nicht entschieden, wem sie ihre Stimme gegen wollen. Die hohe Zahl der Unentschlossenen und eine hohe Wahlbeteiligung könnten alle Voraussagen Lügen strafen.

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