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Jemen-Konflikt: Saudis bieten für Hilfslieferungen fünf Tage Waffenruhe an

Saudiarabien bekämpft im Nachbarland die Aufständischen der Volksgruppe der Huthi. Ob es diese Waffenruhe geben wird, hängt aber von den Huthi ab, die sich dazu noch nicht geäußert haben.

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Jemen-Konflikt: Saudis bieten für Hilfslieferungen fünf Tage Waffenruhe an

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Im Jemen-Konflikt bietet Saudiarabien jetzt fünf Tage Waffenruhe aus humanitären Gründen an.

Saudiarabien bekämpft im Nachbarland die Aufständischen der Volksgruppe der Huthi.

Ob es diese Waffenruhe geben wird, hängt aber von den Huthi ab, die sich dazu noch nicht geäußert haben.

Auch dann würde es noch einige Zeit dauern, bis die Waffenruhe wirklich in Kraft trete, sagt der amerikanische Außenminister John Kerry, zu Besuch in Saudiarabien, wo er auch Jemens Präsident im Exil traf.

Die Weltgemeinschaft habe somit noch Zeit, Lieferung und Verteilung von Hilfsgütern wie Lebensmitteln oder Medikamenten vorzubereiten – wenn eben die Huthi zustimmten.

Jemens Präsident war erst innerhalb des Landes auf der Flucht, nachdem die Aufständischen die Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten.

Seitdem sind sie auf dem Vormarsch nach Süden; seit Ende März versuchen aber Saudiarabien und Verbündete auch, diesen Vormarsch mit Angriffen aus der Luft aufzuhalten.

Nach UNO-Angaben sind in Jemen seitdem durch die Angriffe und durch Kämpfe mehr als 1400 Menschen getötet worden, viele von ihnen Zivilisten.

Die Huthi gehören zu einer Richtung innerhalb des schiitischen Islam; daher werden sie auch von Iran unterstützt – das aber jede militärische Hilfe bestreitet.

Das sunnitisch geprägte Saudiarabien ist dagegen darauf bedacht, den iranischen Einfluss in der Region – und in diesem Fall auch noch in einem Nachbarland – zu begrenzen.