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Jemen: Fünftägige humanitäre Feuerpause soll ab Dienstag gelten

Alles hänge von den Huthis ab, so der saudische Außenminister: Ab Dienstag soll im Jemen fünf Tage nicht gekämpft werden.

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Jemen: Fünftägige humanitäre Feuerpause soll ab Dienstag gelten

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Die von Saudi-Arabien angekündigte humanitäre Feuerpause im Jemen soll ab Dienstag in Kraft treten. Das haben die Außenminister Saudi-Arabiens und der USA in Paris angekündigt. Eine saudisch angeführte Militärkoalition fliegt im Jemen seit sechs Wochen Luftangriffe auf Waffenlager und Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen.

Meinung

Eine humanitäre Katastrophe steht bevor

Gefechtspause hängt von Huthis ab Adel Al-Jubeir, Außenminister Saudi-Arabiens unterstrich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry, dass die fünftägige Waffenruhe maßgeblich von der Haltung der Huthis abhänge: “Dies ist eine Gelegenheit für die Huthis zu zeigen, dass sie für ihr Volk Sorge tragen und wir hoffen, dass sie dieses Angebot für den Jemen und die jemenitische Bevölkerung annehmen”, so Al-Jubeir. Direkte Verhandlungen zwischen Huthi-Rebellen und dem arabischen Militärbündnis gibt es nicht. Sollten die Huthis die Feuerpause ab Dienstag 23 Uhr nicht einhalten, werden auch die Luftschläge nicht ausgesetzt. Hilfsgüter dringend benötigt Die fünftägige Gefechtspause soll der internationalen Gemeinschaft die Möglichkeit geben, dringend benötigte Hilfsgüter im Jemen zu verteilen, so Kerry: “Eine humanitäre Katastrophe steht bevor: Ihnen gehen die Nahrungsmittel, Medizin und der Treibstoff aus – es ist ohne Frage ein wichtiger Zeitpunkt”. 50 Luftschläge in zwei Tagen Die Militärkoalition verstärkte zuletzt ihre Luftschläge: Am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag wurden nach offiziellen Angaben im Nordwesten des Landes insgesamt 50 Angriffe ausgeführt. Nach UNO-Angaben sind in Jemen seit Beginn der militärischen Intervention und durch Kämpfe mehr als 1400 Menschen getötet worden, viele von ihnen Zivilisten. Pro-Huthis protestieren in Sanaa und Teheran In der von den schiitischen Rebellen eingenommenen Hauptstadt Sanaa protestierten tausende Unterstützer der Huthis gegen die Luftschläge. Auch in Teheran und anderen Städten Irans gingen Gegner der saudischen Offensive nach dem Freitagsgebet auf die Straßen. Iran gilt als Hauptunterstützer der Huthi-Rebellen, bestreitet jedoch jede militärische Hilfe.

Das arabische Bundnis wird von Saudi-Arabiens Verbündetem, den USA, militärisch unterstützt.