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Tsipras und die Putzfrauen: Griechenland gibt 4.000 Arbeitslosen ihren Job zurück

Trotz steigendem Druck durch internationale Gläubiger hat Griechenland begonnen, rund 4.000 in der Krise entlassenen Angestellten ihre Arbeit

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Tsipras und die Putzfrauen: Griechenland gibt 4.000 Arbeitslosen ihren Job zurück

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Trotz steigendem Druck durch internationale Gläubiger hat Griechenland begonnen, rund 4.000 in der Krise entlassenen Angestellten ihre Arbeit wiederzugeben.

Damit löst Ministerpräsident Alexis Tsipras eines seiner Wahlversprechen ein. Unter den wieder eingestellten Arbeitskräften sind auch 50 Reinigungskräfte, die seit Monaten vor dem Finanzministerium demonstriert und teilweise campiert hatten. Ihr Schicksal war weltweit durch die Medien gegangen. Tsipras soll den Frauen gesagt haben, dass “selbst die (deutsche) Kanzlerin” ihm gegenüber gesagt habe, dass es “unfair” sei, was die Vorgängerregierung ihnen angetan habe.

Die Kosten der Wiedereinstellung beliefen sich auf 33.5 Millionen Euro. Die Ausgaben sollen nach Angaben der Regierung jedoch im Haushaltsplan für 2015 bereits inbegriffen gewesen sein.

Wieder einmal wird der griechischen Regierung das Geld knapp. Am kommenden Montag wollen die Euro-Finanzminister in Brüssel erneut über Griechenland beraten. Den Verhandlungen über ein Reformpaket, das die internationalen Geldgeber von Athen fordern, sah EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wenig hoffnungsvoll entgegen.