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Ägypten: Mubarak und seine Söhne wegen Luxusresidenzen verurteilt

Ein Gericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak erneut wegen Veruntreuung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die

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Ägypten: Mubarak und seine Söhne wegen Luxusresidenzen verurteilt

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Ein Gericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak erneut wegen Veruntreuung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter betrachteten es als erwiesen, dass Mubarak und seine zwei Söhne während dessen Amtszeit umgerechnet rund 16 Millionen Euro an staatlichen Geldern nicht für Renovierungen an Regierungsgebäuden sondern für private Luxusresidenzen ausgaben.

Der Prozess war auf Weisung eines Berufungsgerichts wieder aufgerollt worden. Die Richter bestätigten das frühere Urteil aber weitgehend und verringerte lediglich das Strafmaß der beiden Söhne. Sie wurden nun ebenfalls zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Weil alle drei schon seit Jahren in Untersuchungshaft sitzen oder gesundheitsbedingt unter Hausarrest stehen, müssen sie die Haftstrafe möglicherweise nicht mehr absitzen.

Präsident Hosni Mubarak war während des Arabischen Frühlings 2011 nach fast 30 Jahren Herrschaft zurückgetreten. Gegen ihn läuft derzeit auch noch ein Berufungsverfahren wegen der Tötung hunderter Demonstranten durch Sicherheitskräfte während der Proteste.