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Mazedoniens Regierung meldet fünf tote Polizisten bei Gefechten

Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und einer bewaffneten Gruppe in Kumanovo im Norden Mazedoniens sind fünf Polizisten getötet worden, mehr als

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Mazedoniens Regierung meldet fünf tote Polizisten bei Gefechten

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Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und einer bewaffneten Gruppe in Kumanovo im Norden Mazedoniens sind fünf Polizisten getötet worden, mehr als 30 Menschen wurden verletzt.

Nach Informationen des Innenministeriums kam es zu den Gefechten, als die Polizei in einem von ethnischen Albanern bewohnten Viertel der Stadt eine Razzia durchführte. Die “Terroristen” hielten sich dort in Häusern von Unterstützern versteckt, hieß es.

Das Innenministerium sprach von “gut bewaffneten Terroristen”. Bei den Männern soll es sich um ethnische Albaner handeln. Sie sollen geplant haben, staatliche Einrichtungen in Mazedonien anzugreifen.

Anwohner wurden evakuiert. Viele verließen ihre Häuser voller Angst, nachdem sie am frühen Morgen durch Schüsse geweckt wurden.

Ein ethnischer Albaner vermutet hinter der Polizeiaktion eine Verschwörung der Regierung: “Ich habe Freunde und Familie, die in dem Viertel leben. Alle kennen sich dort. Dass die Polizei behauptet, es gäbe dort Terroristen ist ganz einfach absurd. Das hat sich der Staat ausgedacht. Es ist eine Maßnahme von Ministerpräsident Gruevski, um von seinen anderen kriminellen Machenschaften abzulenken”.

Die Stimmung in Mazedonien ist angespannt: Am vergangenen Dienstag hatte es landesweit Proteste gegen die Regierung gegeben. Die Demonstranten beklagen übermäßige Polizeigewalt und den weit verbreiteten Amtsmissbrauch von Politikern.

Die Stellungnahme des EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, finden Sie hier