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Airbus-Absturz lässt Aktie einbrechen

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Airbus-Absturz lässt Aktie einbrechen

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Der Absturz eines Airbus-Militärtransporters hat die Aktien des Unternehmens zum Wochenstart einbrechen lassen. Im MDax verloren Airbus-Papiere gut 2 Prozent, auch in Paris verloren die Aktien deutlich an Wert. Die Folgen des Absturzes wiegen schwer auf dem ohnehin mit Problemen kämpfenden Militärprojekt.

Marktanalyst Alastair McCraig von IG Index: “Der Absturz hat für eine kurze Zeit zweifellos einen negativen Effekt auf die Aktien, aber die Tatsache, dass Airbus das ausbügeln kann, bevor die volle Produktion beginnt, ist sicherlich in dieser Lage von Vorteil.”

Die Maschine von Typ A400M war am Samstag in Sevilla abgestürzt. Dort werden die Flieger zusammengebaut.

Der Luftfahrtexperte Howard Wheeldon meint: “Das Projekt ist vier Jahre hinter dem Zeitplan, es ist 6 Milliarden Euro teurer als geplant, das ist eine Menge für jedes Programm, aber alle Flugzeugprojekte haben solche Probleme, besonders militärische, wo die Endkunden Regierungen sind.”

Das Flugzeug, an dem sieben Nato-Staaten beteiligt sind, kämpft seit langem mit massiven Qualitätsproblemen. Inzwischen hat das Projekt fast 27 Milliarden Euro gekostet. Im Januar trat der Chef der Militärsparte, Domingo Ureña-Raso, wegen der Pannen zurück. Im Moment liegen 174 Bestellungen für den A400M vor.