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Eurogruppe und Griechenland: "Einige Zeit- und Geldprobleme"

Durchbruch in Sachen Griechenland gab es beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel wie erwartet keinen, dafür einige kleine Schritte

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Eurogruppe und Griechenland: "Einige Zeit- und Geldprobleme"

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Durchbruch in Sachen Griechenland gab es beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel wie erwartet keinen, dafür einige kleine Schritte. Griechenland teilte mit, 756 Millionen Euro an Schulden an den IWF überwiesen zu haben. Und die Eurogruppe bescheinigte Athen Fortschritte bei den Reformen, mahnte aber zu mehr Anstrengungen.

Meinung

Das Liquiditätsproblem ist ein furchtbar dringendes Problem.

Jeroen Dijsselbloem, Chef der Eurogruppe erklärte: “Wir und die griechische Regierung teilen das Interesse, so schnell wie möglich ein Abkommen zu erzielen. Es gibt einige Zeit- und Geldprobleme, aber hoffentlich werden wir eine Einigung finden, bevor Zeit und Geld erschöpft sind, das ist unser gemeinsames Ziel.”

Griechenlands Finanzminster Yanis Varoufakis sprach von effizienten Verhandlungen. Allerdings braucht Athen schnell wieder Geld. Anfang Juni muss das Land weitere 300 Millionen an den IWF überweisen, schon im Sommer droht die Pleite.

“Ich will ehrlich mit Ihnen sein: Das Liquiditätsproblem ist ein furchtbar dringendes Problem. Mir scheint, dass wir beim Zeitrahmen, mit dem wir es zu tun haben, über die nächsten zwei Wochen sprechen.”

Unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta meint: “Trotz der Tatsache, dass Unstimmigkeiten etwa in der Frage der Pensionszahlungen und zum Arbeitsmarkt bestehen bleiben, hat die Eurogruppe dieses Treffen mit einer positiven Botschaft über Fortschritte beendet – zum ersten Mal seit langer Zeit. Griechenland schaut nun auf die EZB, von der es eine Lockerung der Liquiditätsbedingungen erhofft. Das wird es laut EU-Quellen aber erst bei einer abschließenden Einigung geben.”