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Expo 2015 in Mailand: Weltausstellung zu Welternährung

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Expo 2015 in Mailand: Weltausstellung zu Welternährung

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145 Länder sind in diesem Jahr auf der Expo in Mailand vertreten. Das Design ihrer Pavillions: ausgefallen, schlicht, elegant oder zum Spaß haben

145 Länder sind in diesem Jahr auf der Expo in Mailand vertreten. Das Design ihrer Pavillions: ausgefallen, schlicht, elegant oder zum Spaß haben. Die Weltausstellung widmet sich in diesem Jahr dem Thema Ernährung: Wie kann die wachsende Bevölkerung versorgt werden, ohne das Gleichgewicht des Planeten zu gefährden?

Mexikos Pavillion umhüllen riesige Blätter. Sie stehen für das älteste und beliebteste Getreide des Landes: Mais.
Francisco López Guerra hat den Pavillion entworfen. Die Besucher können das Gebäude über ovalen Rampen auf sechs Etagen durchschreiten. “Das Grundkonzept basiert auf der reichen Kultur Mexikos, und wir haben den Mais – der größte Beitrag Mexikos an die Welt”, so der Architekt.

Während Guerra seine Besucher mit Jahrtausende alter Geschichte lockt, nutzen andere Interaktivität. So wird im brasilianischen Pavillion gehüpft – ein riesiges Netz macht es möglich. Darunter werden in kleinen Gärten die beliebtesten Nahrungsmittel aus Brasilien gezeigt, wie Kaffee und tropische Früchte.

Arthur Casas, der den Pavillion entworfen hat, erklärt: “Das ist eine Möglichkeit, die Menschen anzulocken. Durch das Netz gibt es einen starken Durchgangsverkehr. Wir wollten keine lange Schlange vor dem Pavillion, wo es für Besucher schwer ist reinzukommen, sondern einen Pavillion mit einer großen Durchlässigkeit, in dem die Menschen Spaß haben.”

Nur etwa ein Drittel der Länder hat einen eigenen Pavillion. Die Schweizer haben für ihren tief in die Tasche gegriffen: Über 22 Millionen Euro hat das Gebäude gekostet. Das Herzstück sind mehrere Türme, bis zum Rand gefüllt mit Wasser, Kaffee, getrockeneten Apfelringen und Salz. “Im Zentrum des Schweizer Pavillions sind die vier Türme dahinten. Die sind voll von Lebensmitteln. Die Personen kommen und nehmen von den Lebensmitteln mit. Je mehr sie mitnehmen, desto leerer werden sie. Der Pavillion verändert sich immer und das zeigt, dass jede einzelne Person wichtig ist für die Frage: Hat es genug oder nicht”, so Architekt Daniel Christen.

Frankreich will mit seinem Pavillion die Fruchtbarkeit des französischen Bodens darstellen. Er hat die Form einer 21.000 Quadratmeter großen Markthalle und wurde nur aus französischem Holz gebaut. Architektin Anouk Legendre: “Wir wollten die Vielfalt der französischen Landschaft zeigen. In das Innere des Pavillions haben wir Mulden geschnitzt, die die Hügel und Berge darstellen. Auch die Fassade, die sie sehen, zeigt das natürliche Relief der Berge.”

Die Expo 2015 in Mailand läuft noch bis zum 31. Oktober. Bis dahin werden mehr als 20 Millionen Besucher erwartet.