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Großbritannien: Wirtschaft geht es etwas besser

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Großbritannien: Wirtschaft geht es etwas besser

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Der britischen Industrie geht es offenbar wieder etwas besser. Im März konnte sie in der Produktion zulegen, um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, so das Statistikamt ONS. Die Industrie hofft, das das so weitergeht, doch Analysten warnen vor möglichen Gefahren.

Der Wirtschaftswissenschaftler Peter Urwin: “Im Moment wird unsere Wirtschaft von Konsumausgaben angetrieben, sie basiert stark auf Kreditaufnahmen, auf Menschen, die sicher sind, etwas mehr ausgeben zu können. Ich bin nicht sicher, dass wir dieses Wachstumsniveau langfristig halten können, denn es basiert stark auf einer Wirtschaftsweise, bei der wir viel Geld ausgeben und unsere Ersparnisse abschmelzen.”

Die Inflationsrate im Königreich lag im März auf einem historischen Tiefstand. Das zwang wiederum die Bank of England dazu, den Leitzins weiter auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent halten. Dort ist er seit mehr als sechs Jahren.

Urwin: “Wenn die Zinsen steigen, während die Wirtschaft noch wächst, weil die Leute viel mit der Kreditkarte kaufen und somit Schulden aufnehmen und mit Eigenkapital hantieren, dann wird das desaströs enden.”

Aufs Jahr gerechnet betrug die Inflationsrate im März wie schon im Februar null Prozent, es ist der niedrigste Stand seit dem März 1960. Experten zufolge dürfte die Inflation noch eine Weile so niedrig bleiben, erst kommendes Jahr könnte es eine Anhebung geben, sagen sie.

An eine Deflation glauben die Notenbanker indes nicht. Der Preisdruck werde angesichts des Wirtschaftswachstums und besserer Arbeitsmarktzahlen wieder zunehmen, sind sie sich sicher. Mittelfristig will die Bank of England eine Inflationsrate von 2 Prozent.