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Zweites Beben in Nepal: Exodus aus Katastrophenregion

Nach dem zweiten schweren Beben im Himalaya innerhalb von wenigen Wochen hat in Kathmandu ein weiterer Exodus der Bewohner begonnen. Hunderttausende

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Zweites Beben in Nepal: Exodus aus Katastrophenregion

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Nach dem zweiten schweren Beben im Himalaya innerhalb von wenigen Wochen hat in Kathmandu ein weiterer Exodus der Bewohner begonnen. Hunderttausende Gebäude in der Region sind zerstört, viele Menschen fliehen aber auch aus Sorge vor weiteren Erdstößen.

“Wir haben alle Angst, in unsere Häuser oder andere Gebäude zu gehen, weil das erste Beben so stark war, und es jetzt wieder ein starkes gab. Die Angst ist so groß, wie könnten wir da nach drinnen gehen?”

Hilfsorganisationen hatten schon in den vergangenen Wochen ein weiteres Problem beklagt: Weil viele junge Nepalesen in die Städte gezogen seien, fehlten sie in nun in ihren teils entlegenen Heimatdörfern, um dort den Wiederaufbau zu bewältigen.

Das Beben vom Dienstag warf die Hilfs- und Räumungsarbeiten in Nepal zurück und verursachte anderswo viele neue Schäden. Im Nachbarland Indien starben mindestens fünf Menschen. China meldet ein Todesopfer in Tibet.

Humanitäre Katastrophen in Folge von Beben seien in der Region vorprogrammiert, so der italienische Bergsteiger Marco Confortola: “Die Gebäude und Häuser halten Erdbeben überhaupt nicht aus, dafür ist der bauliche Standard einfach nicht ausreichend. Dazu kommt bald der Monsun und diese Leute können nicht in ihre Häuser zurück, das ist wirklich schlecht. Die Hilfsaktionen müssen jetzt schnell greifen.”

Das erste Beben erlebte Confortola selbst, auf rund 6000 Metern Höhe am Dhaulagiri, einem weiteren Achttausender im Himalaya.