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Putschversuch in Burundi

Nach wochenlangen Massenprotesten in Burundi hat am Mittwoch offenbar das Militär gegen Staatspräsident Pierre Nkurunziza geputscht

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Nach wochenlangen Massenprotesten in Burundi hat am Mittwoch offenbar das Militär gegen Staatspräsident Pierre Nkurunziza geputscht. Generalmajor Godefroid Niyombare erklärte in Gegenwart hoher Offiziere von Polizei und Militär in einer Kaserne in der Hauptstadt Bujumbura Staatspräsident Nkurunziza für abgesetzt. Generalmajor Niyombare war von Präsident Nkurunziza im Februar als Chef des Geheimdienstes entlassen worden.

Meinung

Das ist kein Staatsstreich sondern ein Witz

Soldaten umstellten den staatlichen Rundfunk und Fernsehsender RTNB. Später kam es dort zu Schusswechseln.


Erklärung von Generalmajor Godefroid Niyombare: “Präsident Nkurunziza ist abgesetzt”

Ein Vertrauter von Staatspräsident Nkurunziza, der sich zu Gesprächen mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft (OAC) über die Krise in seinem Land in Tansania aufhält, erklärte man betrachte das ganze nicht als Staatsstreich sondern als “Witz”. Loyale Truppen seien im Besitz der Macht.


Burundis Präsidialkanzlei tweetet: Putschversuch gescheitert

Nach Bekanntwerden des Putschversuches spielten sich auf den Straßen Bujumburas Jubelszenen ab. Mehrere hundert Menschen feierten den Sturz Nkurunziza. Seit Ende April protestierten die Menschen gegen den Versuch von Präsident Nkurunziza für eine dritte Amtszeit zu kandidieren.

Das Verfassungsgericht hatte Nkurunzizas Kandidatur zugelassen, obwohl die Verfassung nur eine einmalige Wiederwahl des Präsidenten zulässt, weil Nkurunziza bei seiner ersten Wahl vom Parlament gewählt worden sei.