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EU-Flüchtlingspläne im Kreuzfeuer der Kritik

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EU-Flüchtlingspläne im Kreuzfeuer der Kritik

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Retten “ja”, aber im eigenen Land aufnehmen “Nein, Danke”. Großbritannien wehrt sich gegen einen Plan der EU-Kommission, Flüchtlinge künftig anhand einer festen Quote auf die EU-Staaten zu verteilen.
Zwar hat die britische Marine vor der Küste Libyens damit begonnen, Flüchtlinge zu retten, doch Quoten würden nur mehr Menschen dazu ermutigen, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, so die britische Innenministerin Theresa May.

Die Pläne der EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker sehen vor, 20.000 schutzbedürftige Menschen aus der Region rund um Syrien sowie aus Nord- und Ostafrika innerhalb der kommenden zwei Jahre in der EU aufzunehmen. Auf Deutschland entfielen laut Quote rund 3.000 Menschen.

Menschenrechtler kritisieren einen weiteren Punkt des Vorhabens: Mit einer europäischen Militäroperation sollen Schleuserboote systematisch zerstört werden.“Wir haben die Leute gefragt, ob sie davon gehört haben, dass die Boote der Schleuser zerstört werden sollen, um hart gegen ihre Netzwerke vorzugehen”, sagt Judtih Sunderland von Human Rights Watch .
“Keiner wusste davon, aber alle waren schockiert und sagten, was wird nicht die Boote sondern Menschenleben zerstören.”

Außerdem sieht der Plan einen sogenannten “Notfallmechanismus” vor. Er soll Außengrenzländer entlang der wichtigsten Fluchtrouten wie Italien entlasten. Grenz- und Küstenschutz soll von einer nationalen zu einer europäischen Aufgabe ausgebaut werden.

“Hintergrundpapier der EU-Kommission (Englisch)”:http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-15-4957_en.htm

Woher die Flüchtlinge kommen und wohin sie gehen, sehen Sie auch hier.

Schweden nimmt schon sehr viele Flüchtlinge auf.