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Steinmeier will Migrantenstrom durch EU-Finanzhilfen für Herkunftsländer stoppen

Eine Lösung des Migranten-Problems kann sich nach Ansicht des deutschen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier nicht auf Rettungs- und Grenzschutzaktionen im Mittelmeer beschränken.

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Steinmeier will Migrantenstrom durch EU-Finanzhilfen für Herkunftsländer stoppen

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Europäische Kriegsschiffe haben im Mittelmeer erneut mehre tausend illegale Einwanderer aufgegriffen. Die deutsche Fregatte “Hessen” nahm nach Angaben der Bundeswehr mehr als 200, das britische amphibische Landungsschiff “HMS Bulwark” fast 450 Migranten auf. Die Menschen wurden in sizilianischen Häfen den italienischen Behörden übergeben.

Meinung

Wir müssen beim Thema Migration an die Wurzeln des Problems gehen

Eine Lösung des Migranten-Problems kann sich nach Ansicht des deutschen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier nicht auf Rettungs- und Grenzschutzaktionen im Mittelmeer beschränken.

“Wir müssen beim Thema Migration an die Wurzeln des Problems gehen. Und das sind in der Regel die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in den Ländern, aus denen Flüchtlinge kommen. Dazu wird es verstärkte Aktivitäten, Engagement, auch finanzielles Engagement seitens der EU in Zukunft geben müssen. Wir werden mit dem Problem kaum umgehen können, mittel- und langfristig, wenn es uns nicht gelingt, Länder wie Libyen, die missbraucht werden, von Schlepperbanden, zu stabilisieren”, sagte Steinmeier zum Abschluss des NATO-Außenministertreffens im türkischen Antalya.



Die britische Innenministerin Theresa May hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer künftig zurückzuschicken. Nach Schätzung der UN haben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 60.000 Migranten versucht über das Mittelmeer illegal nach Europa zu gelangen.

Weiterführende Links

Fregatte "Hessen" (F221)

"HMS Bulwark" (L15)