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Varoufakis: "Ich wünschte, wir wären dem Euro nicht beigetreten"

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Varoufakis: "Ich wünschte, wir wären dem Euro nicht beigetreten"

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Griechenland droht einmal mehr, das Geld auszugehen. Im Juni könnte es soweit sein, dann läuft das verlängerte Hilfsprogramm von IWF, EU und EZB aus. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis forderte nun, Kredite an die EZB später zurückzahlen zu können, als abgemacht war.

Außerdem schloss er einen sogenannten Grexit, den Austritt aus der Eurozone also, aus. Die Wiedereinführung der Drachme würde Griechenland in die Steinzeit zurückwerfen, sagte er.

Yanis Varoufakis: “Ich wünschte, wir hätten die Drachme. Das soll nicht heißen, dass ich die Drache zurückhaben will. Ich wünschte nur, wir hätten sie, ich wünschte, wir wären der Währungsunion niemals beigetreten. Und ich denke tief drinnen, dass alle Eurostaaten dem heute zustimmen würden. Denn die Währungsunion wurde sehr schlecht konstruiert. Aber wenn man einmal drin ist, kommt man nicht ohne katastrophale Folgen raus.”

Um den Kredit bei der EZB zurückzahlen zu können, muss sich Griechenland nach Varoufakis’ Worten im Juli und August 6,7 Milliarden Euro leihen. Danach sind noch 27 Milliarden für Anleihen fällig, und die Rückzahlung dieses Geldes solle in die ferne Zukunft verschoben werden, so der Minister.

Im Moment halten die Geldgeber 7,2 Milliarden Euro aus dem Hilfspaket zurück, weil Griechenland noch keine Reformliste vorgestellt hat, die den Institutionen, wie die frühere Troika inzwischen heißt, gefällt.