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Harte Linie gegen Bootsflüchtlinge in Südostasien

Die Sorge um das Schicksal von rund 8000 Bootsflüchtlingen, die derzeit auf den Meeren in Südostasien auf Rettung warten, wächst. Die meisten der

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Harte Linie gegen Bootsflüchtlinge in Südostasien

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Die Sorge um das Schicksal von rund 8000 Bootsflüchtlingen, die derzeit auf den Meeren in Südostasien auf Rettung warten, wächst. Die meisten der Flüchtlingsboote befinden sich im nördlichen Teil des Golfs von Bengalen zwischen Myanmar und Bangladesch und vermutlich vor den Küsten von Malaysia, Indonesien und Thailand. Viele der Bootsflüchtlinge stammen aus Myanmar. Von dort fliehen Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya.

Die indonesische Marine hat am Freitag erneut ein Flüchtlingsboot mit mehreren hundert Menschen an Bord abgefangen. Es sei vor der Küste der auf der Insel Sumatra gelegenen Provinz Aceh gestoppt worden, teilte ein Marinesprecher mit. Das weitere Vorgehen werde jetzt mit dem Außenministerium abgestimmt, hieß es.

Ein Sprecher der Vereinten Nationen, Stephane Dujarric, erklärte: “Der UN-Generalsekretär erinnert die Regierungen in der Region daran, dass sie eine Verpflichtung haben, die Menschen in ihren Gewässern zu retten. Die Häfen müssen offen gehalten werden, damit den Menschen, die Hilfe brauchen, geholfen werden kann.”

Da die thailändische Regierung scharf gegen Flüchtlingsboote vorgeht, versuchen die Menschen nun vermehrt, nach Malaysia oder Indonesien zu gelangen. Aber auch diese Länder weisen die Flüchtlinge ab und lassen die Boote in Gewässer der Nachbarländer schleppen. Die malaysische Marine hatte zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt rund 1000 Menschen an Bord gestoppt und in thailändische Gewässer geschickt. Die Regierung in Kuala Lumpur kündigte eine harte Linie gegen die Bootsflüchtlinge und noch intensivere Patrouillen vor der Küste an.