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Irak: IS-Miliz kontrolliert Provinzhauptstadt Ramadi

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat Ramadi, die Hauptstadt der irakischen Provinz Anbar, unter ihre Kontrolle gebracht. Die Extremisten

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Irak: IS-Miliz kontrolliert Provinzhauptstadt Ramadi

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Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat Ramadi, die Hauptstadt der irakischen Provinz Anbar, unter ihre Kontrolle gebracht. Die Extremisten töteten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 60 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Seit Monaten war Ramadi – rund 110 Kilometer westlich von Bagdad gelegen – umkämpft. Die irakischen Streitkräfte versuchen nach wie vor, die Extremisten aus der Provinz Anbar zurückzudrängen. Dabei werden sie von der internationalen Koalition aus der Luft unterstützt.

Etwa 2,8 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben inzwischen im Irak auf der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat. Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos sagte am Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York, nicht eine der 18 Provinzen des Iraks sei von dem Flüchtlingselend verschont. Die Lage werde noch verschärft durch 250.000 Flüchtlinge aus Syrien. Nicht einmal jeder zehnte der 2,8 Millionen Flüchtlinge lebe in Camps. Mehr als 8,2 Millionen Menschen im Irak brauchten derzeit humanitäre Hilfe. Das seien drei Millionen mehr als bei ihrem letzten Bericht vor fünf Monaten, sagte die Britin. “Familien können sich nicht länger selbst versorgen, die Ressourcen vieler Regionen sind verbraucht. Der öffentliche Dienst und die Infrastruktur sind völlig überfordert. Armut und Arbeitslosigkeit greifen um sich und die Lebenshaltungskosten schnellen nach oben.” Zudem gebe es immer weniger Regionen, in denen Flüchtlinge tatsächlich sicher sind. Besonders schlimm sei die Lage für Menschen in den IS-besetzen Gebieten, weil diese von internationaler Hilfe abgeschnitten seien.