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Südostasien: Tausende Bootsflüchtlinge werden nicht an Land gelassen

Eine Flut von Bootsflüchtlingen wartet in Südostasien auf Hilfe. 1000 von ihnen wurden jetzt gerettet und konnten in Thailand und Indonesien an Land

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Südostasien: Tausende Bootsflüchtlinge werden nicht an Land gelassen

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Eine Flut von Bootsflüchtlingen wartet in Südostasien auf Hilfe. 1000 von ihnen wurden jetzt gerettet und konnten in Thailand und Indonesien an Land gehen – eine Ausnahme. Einige von ihnen waren seit Anfang März auf Booten unterwegs und sind völlig entkräftet.
Es handelt sich vorwiegend um Angehörige einer muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar, wo sie diskriminiert und verfolgt werden.
Ein Überlebende aus Myanmar berichtet: “Mein Präsident ist Buddhist, er mag keine Muslime, er sagte, er würde uns für 20 , 30 oder 40 Jahre ins Gefängnis stecken.”
Über die Straße von Malakka versuchen die Migranten nach Malaysia, Indonesien und Thailand zu gelangen, doch dort sind sie nicht willkommen. Bangkok, Jakarta und Kuala Lumpur versorgen die Flüchtlinge mit zwar auf See mit Wasser und Lebensmitteln, weigern sich aber, sie an Land gehen zu lassen. Thailands Regierungschef General
Prayuth Chan-ocha versucht eine Rechtfertigung: “Können wir sie in ein Drittland schicken? Wer nimmt sie heutzutage schon auf? Keiner. Aus humanitären Gesichtspunkten müsste man es tun, aber wenn man schaut, welche Last Thailand bereits schultert, dann sieht es anders aus.”
Thailand ließ jetzt ein illegales Flüchtlingslager im Süden des Landes auflösen, damit Schlepperbanden keine Möglichkeit hätten Migranten unterzubringen. Auf dem Meer spielt sich unterdessen, wie das UNHCR sagte, “eine massive humanitäre Katastrophe” ab.