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Syrien: IS-Miliz gewinnt bei Palmyra offenbar an Boden

In Syrien rücken die IS-Miliz und die verbündete Nusra-Front offenbar weiter auf die Wüstenstadt Tadmur vor. Die Extremisten sollen den

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Syrien: IS-Miliz gewinnt bei Palmyra offenbar an Boden

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In Syrien rücken die IS-Miliz und die verbündete Nusra-Front offenbar weiter auf die Wüstenstadt Tadmur vor. Die Extremisten sollen den regierungstreuen Truppen laut Augenzeugenberichten die Kontrolle über einige Außenbezirke abgerungen haben. Dabei sollen auf beiden Seiten einige Dutzend Kämpfer getötet worden sein.

Die IS-Miliz würde mit einer Einnahme Tadmurs deutlich näher an die Haupstadt Damaskus heranrücken. Bedroht ist aber auch die antike Ruinenstadt Palmyra, die direkt neben Tadmur liegt. Weil die IS-Extremisten vorislamische Städten und Artefakte gezielt zerstören, gilt das rund 2000 Jahre alte Weltkulturerbe in Palmyra als akut bedroht.

Anderswo gibt es Erfolge gegen die IS-Miliz. US-Spezialeinheiten töteten nach Angaben des Weißen Hauses Abu Sayyaf, der in der IS-Führung die Finanzen sowie den Öl- und Gashandel mitorganisierte. Es ist die erste bekannte Bodenoperation der US-Streitkräfte in Syrien.

In der Nähe der libanesischen Grenze im Westen wiederum meldet die mit der Assad-Regierung verbündete libanesisch-schiitische Hisbollah weitere Vorstöße. Die IS-Kämpfer seien aus den Bergen der Grenzregion weitgehend vertrieben worden, so Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah.