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Proteste gegen mazedonischen Ministerpräsidenten Gruevski gehen weiter

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje haben auch in der Nacht Anhänger der Opposition gegen die Regierung demonstriert. Sie campierten vor dem

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Proteste gegen mazedonischen Ministerpräsidenten Gruevski gehen weiter

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In der mazedonischen Hauptstadt Skopje haben auch in der Nacht Anhänger der Opposition gegen die Regierung demonstriert. Sie campierten vor dem Regierungspalastes im Anschluss an eine Kundgebung mit zehntausenden Teilnehmern. Die Opposition fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Nikola Gruevski.

Warum eigentlich F.Y.R.O.M?

  • 1991 hatte sich die jugoslawische Teilrepublik Mazedonien unter dem Namen Republik Mazedonien für Unabhängig erklärt. Seitdem gibt es Streit über den Staatsnamen mit Griechenland.
  • Die Regierung in Athen befürchtet Gebietsansprüche Mazedoniens auf die griechische Region Makedonien.
  • Wegen des Streits gibt es einen provisorischen Staatsnamen, den auch die Vereinten Nationen anerkannt haben: ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien. Auf englisch: The former Yugoslav Republic of Macedonia (F.Y.R.O.M.)
  • Die Vereinten Nationen forderten beide Länder allerdings auf, eine friedliche Lösung im Namenskonflikt zu finden.

“Freiheit und Demokratie ist für uns nicht zu ersetzen. Durch gar nichts. Wir werden nicht aufgeben, bis dieser Diktator Gruevski zurücktritt“, sagte eine Teilnehmerin. Oppositionsführer Zoran Zaev hatte angekündigt, gemeinsam mit seinen Anhängern die Nacht im Zelt zu verbringen.

Die Opposition boykottiert seit einem Jahr das Parlament. Sie wirft der Regierung Wahlfälschung vor. Oppositionsführer Zaev forderte seine Anhänger auf, den Protest auf der Straße bis zum Ende der Regierung fortzusetzen. Gruevski hatte am Vortag allerdings erneut einen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen. Auch die von Opposition und Demonstranten verlangte Technokratenregierung zur Vorbereitung von Neuwahlen lehnte er ab.