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"Wir wollen ein starkes Griechenland"

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"Wir wollen ein starkes Griechenland"

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Griechenland steht womöglich kurz vor der Staatspleite. Die deutsche Bundesbank sagte, die Lage sei besorgniserregend. Nur dank Notkrediten sei das Land derzeit zahlungsfähig. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici warnte vor Verzögerungen. Die Geldgeber und Athen müssten sich einigen, und zwar bald.

Jeremy Stretch von FX Strategy: “Wir nähern uns einem entscheidenden Zeitpunkt, dem griechischen Staat scheint gegen Ende des Monats das Geld ausgzugehen, und die Zahlungen an den IWF beginnen am 5. Juni. Es scheint, wir nähern uns einem Ultimatum, das das Thema vielleicht auf den Tisch muss, was beide Seite angeht.”

Insgesamt muss Griechenland im Juni gut 1,5 Milliarden Euro an den IWF überweisen, in drei Raten. Moscovici sagte, es gebe Fortschritte bei den Verhandlungen, aber etwa bei der Arbeitsmarkt- oder Rentenreform tue Athen nicht genug. Allerdings sei er optimistisch, so der Währungskommissar, der zugleich einem möglichen Grexit eine Absage erteilte.

“Es ist ganz klar im Interesse Griechenlands und der Eurozone als ganzes, eine Abmachung zu erreichen. Das einzige Szenario, das wir in der Kommission in Betracht ziehen, ist ein Griechenland in der Eurozone, ein starkes Griechenland in einer starken Eurozone.”

Die Bundesbank ist indes der Ansicht, Griechenland habe sich selbst in diese Lage gebracht. Bis Ende 2014 hätten sich die Aussichten merklich aufgehellt. Durch den Kurswechsel der neuen Regierung sei der Reform- und Stabilisierungskurs unterbrochen worden.