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Irak kündigt Gegenoffensive in Ramadi an

Der Irak will mit einer schnellen Gegenoffensive die Stadt Ramadi von den IS-Milizen zurückerobern. Die Provinzhauptstadt der Provinz Anbar war am

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Irak kündigt Gegenoffensive in Ramadi an

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Der Irak will mit einer schnellen Gegenoffensive die Stadt Ramadi von den IS-Milizen zurückerobern. Die Provinzhauptstadt der Provinz Anbar war am Wochenende an den so genannten Islamischen Staat gefallen. Die USA sprachen von einem Rückschlag und sicherten der irakischen Regierung Unterstützung beim Kampf um Ramadi zu. “Von heute an werden wir die irakischen Sicherheitskräfte und die Regierung mit Luftschlägen unterstützen und die Armee bei ihrem Vorgehen beraten. Unsere Flugzeuge machen Angriffsziele aus, bis Ramadi zurückerobert ist“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Auch der Iran bietet an, beim Kampf gegen die IS-Milizen eine größere Rolle zu übernehmen. Verteidigungsminister Hossein Dehghan traf z u einem Krisengespräch in Bagdad ein.
Über konkrete Ergebnisse ist nichts bekannt. Über 3.000 schiitische Kämpfer sollen aber bereits in der Nähe von Ramadi auf einer Militärbasis eingetroffen sein.

Nach Angaben der Vereinten Nationen befinden sich aktuell bis zu 25.000 Menschen aus Ramadi auf der Flucht. Die meisten von ihnen wollen nach Bagdad, das etwas mehr als 100 Kilometer entfernt ist. Hilfsorganisationen haben damit begonnen, Flüchtlingslager aufzubauen und Lebensmittel zu verteilen.

Warum ist Ramadi wichtig?

  • Ramadi ist die Hauptstadt der Provinz Anbar. Die Kontrolle über diese Provinz ist wichtig für den weiteren Verlauf der Kämpfe im Irak..
  • Anbar hat aus Sicht von Militärstrategen Bedeutung. Diese Wüstenprovinz könnte Ausgangspunkt für den IS für ein Angriff auf Bagdad von Westen her sein. Auch Angriffe auf die grossen schiitischen Städte und Heiligtümer wie Hilla, Kerbela und Najaf sind denkbar.
  • Solange also diese Westflanke Bagdads offen ist, kann die Regierung es sich nicht leisten, Soldaten in den Norden zu schicken, um Mossul anzugreifen