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Peru: Polizei "befreit" Weltkulturerbe

Szenen wie einst im Wilden Westen. In einem Vorort der peruanischen Hauptstadt Lima ist es zu gewaltättigen Auseinandersetzungen zwischen

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Peru: Polizei "befreit" Weltkulturerbe

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Szenen wie einst im Wilden Westen. In einem Vorort der peruanischen Hauptstadt Lima ist es zu gewaltättigen Auseinandersetzungen zwischen Spezialeinheiten der Polizei und rund 2000 Landbesetzern gekommen.

Die Wohnungslosen hatten das Gelände eines ehemaligen Friedhofs aus der Vor-Inkazeit okkupiert und provisorische Unterkünfte errichtet.

Das Areal Tablada de Lurin zählt seit 2011 zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als bedeutende Kulturstätte peruanischer Ureinwohner.

Die zum Teil berittenen Polizeikräfte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Menschen zu vertreiben.

Die Landbesetzer warfen Steine.

Nach Behördenangaben wurden drei Polizisten verletzt und elf mutmaßliche Randalierer festgenommen.

Das Gelände ist Staatseigentum. Laut des peruanischen Kulturministeriums wurden in dem Gebiet bislang 13 antike Grabstätten entdeckt.