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Portugal: Ermittlungen nach Schlagstockeinsatz gegen Fußballfan

Der Polizeieinsatz gegen einen Fußballfan in Portugal sorgt im ganzen Land für Empörung. José Magalhães, ein 43-jähriger Unternehmer und Anhänger von

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Portugal: Ermittlungen nach Schlagstockeinsatz gegen Fußballfan

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Der Polizeieinsatz gegen einen Fußballfan in Portugal sorgt im ganzen Land für Empörung.

José Magalhães, ein 43-jähriger Unternehmer und Anhänger von Benfica Lissabon, war beim Auswärtsspiel im nordportugiesischen Guimarães, mit seinen Söhnen und seinem Vater.

Vor deren Augen wurde er zusammengeknüppelt und abgeführt, nachdem sie zusammen vor Spielende das Stadion verlassen hatten.

Auch sein Vater des Unternehmers wurde zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Andere Polizisten drängten die schreienden Kinder zur Seite.

Wie es zu der Auseinandersetzung vor dem Stadion kam, ist unklar. Der Polizist gibt an, er sei beschimpft und bespuckt worden.

Magalhães bestreitet das: Er habe auf eine Frage hin nur zum Stadion gezeigt und gesagt, die Polizei solle sich lieber um die Verhältnisse dort drin kümmern, wo noch andere Leute Hilfe bräuchten. Seine Gesten hätten den Polizisten vielleicht herausgefordert.

Dem jüngeren seiner beiden Söhne sei es schlecht gegangen, deshalb hätten sie das Stadion vorzeitig verlassen. Normalerweise dürfen Anhänger der Gästemannschaft erst als letzte hinaus.

Zuhause, so Magalhães weiter, habe der Neunjährige dann gesagt, hätte er keinen Durst gehabt, wäre es nicht soweit gekommen. Der Junge habe sich die Schuld für den Vorfall gegeben, weil sie seinetwegen das Stadion verlassen hätten.

Gegen den Polizisten ermittelt nun die Staatsanwaltschaft sowie intern auch die Polizei selber. Die Innenministerin kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.

In dem Spiel sicherte sich Benfica seinen 34. Meistertitel. Die Fans benahmen sich in dem Stadion allerdings noch tüchtig daneben; der Verein Vitória Guimarães beziffert den Schaden auf über hunderttausend Euro.

Benfica wurde vom Fußballverband schon zu einer Strafe von vierzehntausend Euro verurteilt.

Vater und Söhne sind nun aber dieses Wochenende zum Abschlusspiel der Saison im heimischen Stadion eingeladen: Die beiden Jungen werden dann auf dem Rasen bei der Übergabe der Trophäe dabeisein.