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Volksentscheid über Homo-Ehe in Irland: "Es ist einfach eine Frage der Gleichheit"

Irland hat an diesem Freitag die Wahl. Rund drei Millionen Iren sind aufgerufen, über die Einführung der Homo-Ehe abzustimmen, also die volle

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Volksentscheid über Homo-Ehe in Irland: "Es ist einfach eine Frage der Gleichheit"

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Irland hat an diesem Freitag die Wahl.

Meinung

Die traditionelle Ehe muss verteidigt werden

Rund drei Millionen Iren sind aufgerufen, über die Einführung der Homo-Ehe abzustimmen, also die volle rechtliche
Gleichberechtigung homosexueller Paare.

Irland wäre das erste Land weltweit, das die Homo-Ehe per Volksentscheid einführt.

Für die Aktivisten auf der Insel stehen die Zeichen auf grün:

“Es ist einfach eine Frage der Gleichheit. Ich bin seit 60 Jahren ein Zweiter-Klasse-Bürger. Mir persönlich hilft es kaum weiter, aber die nächste Generation soll nicht das durchmachen müssen, was ich erlebt habe.”

“Es wäre einfach gerecht und besser für Irland.”

Doch Irland ist traditionell erzkatholisch. Abtreibungen waren bis 2013 verboten. Homosexualität galt bis 1993 als Straftatbestand.

In Umfragen liegen die Gegner der Homo-Ehe hinter den Befürwortern:

“Die Heirat, die traditionelle Ehe muss verteidigt werden. So, wie es unsere weisen Vorfahren wollten.”

“Für mich ist die gleichgeschlechtliche Ehe etwas Unnatürliches. Das ist meine Meinung.”

Bereits seit 2011 ist in Irland eine eingetragene Lebenspartnerschaft für Schwule und Lesben möglich. Sie garantiert schon jetzt rechtliche Gleichbehandlungen, etwa beim Erbrecht oder beim Thema Steuern. Die Homo-Ehe hat somit vor allem eine große symbolische Bedeutung.