Eilmeldung

Eilmeldung

Bootsflüchtling und Terrorist? Irrwege des mutmaßlichen Attentäters von Tunis

Der am Dienstag in der Nähe von Mailand festgenommene Marokkaner, der am Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis beteiligt gewesen sein soll, ist

Sie lesen gerade:

Bootsflüchtling und Terrorist? Irrwege des mutmaßlichen Attentäters von Tunis

Schriftgrösse Aa Aa

Der am Dienstag in der Nähe von Mailand festgenommene Marokkaner, der am Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis beteiligt gewesen sein soll, ist offenbar gezielt für das Attentat von Italien nach Tunesien und wieder zurück gereist.

Fotos vom vergangenen Februar zeigen den 22-Jährigen bei seiner Ankunft als Bootsflüchtling auf Sizilien.

Anschließend wurde seine Ausweisung beantragt.

Der Anschlag auf das Museum, der 24 Tote forderte, wurde am 18. März in der tunesischen Hauptstadt verübt.

Der Marokkaner kehrte laut italienischer Polizei für die Attacke nach Tunesien zurück, um dann unbemerkt von
den Behörden wieder nach Italien zu reisen.

Andere Quellen berichteten, der 22-Jährige habe sich am Tag des Attentats in Mailand aufgehalten.

Er wurde per internationalem Haftbefehl von den tunesischen Behörden gesucht.

Die Berichte, dass der Mann zunächst als Flüchtling eingereist war, schürten in Italien erneut Ängste, mit den Migrantenbooten könnten Terroristen ins Land kommen.

Zu dem Anschlag auf das Bardo-Museum hatte sich die Miliz Islamischer Staat bekannt