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Taschendieb-Alarm: Eiffelturm schließt für Touristen

Für ein paar Stunden war Paris nicht von oben zu betrachten: Weil sie sich durch die Zunahme von Taschendieben bedroht fühlen, haben die Angestellten des Pariser Eiffelturms am Freitag ihre Arbeit nie

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Taschendieb-Alarm: Eiffelturm schließt für Touristen

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Aus Protest gegen immer aggressiver werdende Taschendiebe haben etwa 40 Angestellte des Eiffelturms heute für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Anlass für den Streik war ein Bericht der Pariser Polizei, wonach die Kriminalität in Paris zurückgegangen sei – dank Überwachungskameras und verstärkter Polizeipräsenz.

Meinung

Wir brauchen eine ständige Polizeipräsenz.

Einem Sprecher der Gewerkschaft zufolge werden die Taschendiebe immer aggressiver : “Es ist ein wachsendes Problem. Es gab schon immer Taschendiebe am Eiffelturm, doch jetzt haben wir es mit einer organisierten Bande zu tun. Deswegen mussten wir unsere Arbeit leider niederlegen – wir brauchen eine ständige Polizeipräsenz”.

Einige Angestellte sprachen von Bedrohungen durch Bandenmitglieder – andere beschreiben Revierkämpfe zwischen den Taschdieben. Bis zu 30 von ihnen sollen teilweise gleichzeitig auf dem Monument ihr Unwesen treiben.

Jeden Tag kommen mehrere Tausend Besucher zum Pariser Wahrzeichen. Ein Tourist aus den USA ist sich der Gefahr durch Taschendiebe bewusst: “Ich habe mich bisher nicht unsicher gefühlt. Wir sind jetzt seit zwei Tagen hier und bisher habe ich mich nicht unsicher gefühlt. Aber wir haben schon auf unsere Sachen aufgepasst”.

Die Betreibergesellschaft des Eiffelturms erklärte nun, Touristen noch besser über das Diebstahlrisiko aufklären zu wollen. Eine “aktive und anhaltende Kooperation” mit der Polizei soll zudem die Sicherheit von Besuchern und Personal gewährleisten.

Um 16.30 Uhr wurde die Arbeit am Eiffelturm wieder aufgenommen.