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Ostukraine: Verhaftete Russen laut OSZE russische Soldaten

Zwei in der Ostukraine von der Armee verhaftete Russen bezeichnen sich Berichten zufolge als reguläre russische Soldaten. Sie äußerten sich dazu

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Ostukraine: Verhaftete Russen laut OSZE russische Soldaten

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Zwei in der Ostukraine von der Armee verhaftete Russen bezeichnen sich Berichten zufolge als reguläre russische Soldaten. Sie äußerten sich dazu sowohl gegenüber einer Zeitung, als auch gegenüber OSZE-Beobachtern.

Ein Kremlsprecher erklärte, Russland werde alles tun, um die Gefangenen zu befreien. Moskau beharrt allerdings darauf, dass die beiden Ende 2014 aus dem Militärdienst ausgeschieden seien.

“Beide Personen behaupten sie seien Angehörige einer Einheit der Streitkräfte der Russischen Föderation”, so ein OSZE-Sprecher. “Und dass sie auf einer Aufklärungsmission gewesen sein und dass sie bereits zuvor auf Einsätzen in der Ukraine waren.”

Das ukrainische Parlament hat unterdessen fünf Militärabkommen mit Russland gekündigt. Damit kann die russische Armee u.a. keinen Nachschub mehr in das zu Moldau gehörende, abtrünnige Gebiet Transnistrien liefern.

Amnesty International wirft derweil Russland und der Ukraine Folter von Gefangenen vor.

“Es finden Folter und schwere Misshandlungen statt, sie werden oft von beiden Konfliktparteien begangen”, so Denis Krivosheev, stellvertretender Programmdirektor für Europa und Zentralasien bei Amnesty International. “Die Methoden sind sehr unterschiedlich. Die Menschen werden geschlagen oder mit über den Kopf gezogenen Kapuzen eingesperrt. Manchmal für lange Zeit. Manchmal werden sie auch an der Decke aufgehängt und mit Elektroschockern misshandelt.”