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Auch Kritikerverband FIPRESCI ehrt "Saul fia (Sohn von Saul)"

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Auch Kritikerverband FIPRESCI ehrt "Saul fia (Sohn von Saul)"

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Saul fia, das Spielfilmdebüt des Ungarn László Nemes, wurde in Cannes unter anderem auch mit dem FIPRESCI-Preis des internationalen Verbandes der

Saul fia, das Spielfilmdebüt des Ungarn László Nemes, wurde in Cannes unter anderem auch mit dem FIPRESCI-Preis des internationalen Verbandes der Filmkritik ausgezeichnet. Die Vereinigung unterstützt seit der jeher gewagte und originelle und Filmprojekte, die nicht immer einfach umzusetzen sind. So wie der Streifen des jungen Regisseurs László Nemes.

László Nemes: “Es war sehr schwer, es gab große Vorbehalte bei der Finanzierung. Und es ist ja auch ziemlich tiefes Fahrwasser für einen ersten Film, eine erste Spielfimerfahrung in einem so komplizierten Umfeld, wie Cannes. Wir sind natürlich sehr glücklich.”

Der Film begleitet zwei Tage im Leben eines Mannes, der als Mitglied der Sonderkommandos in Auschwitz Menschen in die Gaskammern führen und Leichen verbrennen muss. Bis er auf den Körper eines Jungen stößt, den er für seinen Sohn hält und alles nur Erdenkliche unternimmt, um ihn menschenwürdig zu bestatten.

Ein herausragender Film und den FIPRESCI-Kriterien entsprechend sagte die Präsidentin des internationalen Verbandes der Filmkritik, Alin Taşçıyan. “‘Son of Saul’ zum besten Wettbewerbsfilm zu wählen, ist eine sehr gute Entscheidung der FIPRESCI-Jury. Als Jury-Mitglied hätte ich ebenso entschieden. Der Film ist kreativ und bedeutend genug für ein Erstlingswerk. Das alles entspricht dem FIPRESCI -Anspruch, neue Filmemacher zu entdecken.”

Ebenfalls ausgezeichnet mit dem FIRPESCI-Preis für den besten Film in einer Parallelsektion des Festivals wurde der argentinische Beitrag “Paulina” von Santiago Mitre, der in der Nebenreihe “Semaine de la critique” lief.

Der Streifen handelt von einer jungen idealistischen Frau, die ihre Karriere als Rechtsanwältin in Buenos Aires aufgibt, um in einer benachteiligten Region zu unterrichten. Bald nach ihrer Ankunft wird sie von Jugendlichen überfallen und vergewaltigt.
Sie beschließt, trotzdem zu bleiben, um ihre Ideale nicht zu verraten.