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Wieder 99,6 Prozent? Parlamentswahl in Äthiopien

Die Äthiopier haben ein neues Parlament gewählt. Das Ergebnis wird wohl erneut eindeutig für die langjährige Regierungspartei ausfallen, die

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Wieder 99,6 Prozent? Parlamentswahl in Äthiopien

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Die Äthiopier haben ein neues Parlament gewählt.

Das Ergebnis wird wohl erneut eindeutig für die langjährige Regierungspartei ausfallen, die Demokratische Revolutionsfront EPRDF.

2010 erhielt sie 99,6 Prozent der Stimmen; im bisherigen Parlament hatte die Opposition von über fünfhundert Sitzen nur einen einzigen.

Äthiopiens Wirtschaft wächst inzwischen so schnell wie weltweit nur wenige: Die Weltbank sieht für das Jahr ab Juli gut zehn Prozent.

Bei den Bürgerrechten schneidet das ostafrikanische Land mit seinen fast hundert Millionen Einwohnern aber schlecht ab.

Auf dem Land würden seine Leute oft bedrängt und vertrieben, klagt Bekel Nagaa
vom größten Oppositionsbündnis Medrek. Man werde dort gezwungen, die EPRDF zu wählen.

Dagegen verspricht die Regierung frei und faire Wahlen; die Opposition könne frei Wahlkampf betreiben.

So sagt es zum Beispiel Regierungschef Hailemariam Desalegn, der 2012 den verstorbenen Meles Zenawi beerbte.

Vorläufige Ergebnisse soll es in einigen Tagen geben, das Endergebnis dann in vier Wochen, am 22. Juni.