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Massengräber in Malaysia - Menschenhändler unter Verdacht

Menschenhändler haben im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Thailand womöglich hunderte Flüchtlinge ermordet oder sterben lassen. Die Polizei hat

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Massengräber in Malaysia - Menschenhändler unter Verdacht

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Menschenhändler haben im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Thailand womöglich hunderte Flüchtlinge ermordet oder sterben lassen. Die Polizei hat bislang 28 verlassene Lager und rund 140 Gräber entdeckt. Allein in einem Grab befanden sich rund 100 Leichen. Die Behörden vermuten, dass es sich bei den Toten um muslimische Rohingya aus Myanmar sowie um Flüchtlinge aus Bangladesch handelt.

Laut der Internationalen Organisation für Migranten, IOM, ist es eine gängige Praxis der Menschenhändler, Flüchtlinge in Camps im Dschungel festzuhalten, bis Angehörige Geld für die nächste Schmuggeletappe oder für ihre Freilassung zahlen. Falls die Familie nicht zahle, würden die Gefangenen gefoltert, geschlagen und ausgehungert. Im größten Camp seien bis zu 1000 Menschen gefangen gehalten worden, zum Teil in Käfigen.

Was bewegt die muslimischen Rohingyas dazu sich in die Hand von Schmugglern zu begeben? In Myanmar, ihrer Heimat, werden sie seit Jahrzehnten verfolgt und ihr Land wird beschlagnahmt. 2012 steckten radikale Buddhisten Rohingya-Dörfer in Brand. Seitdem leben Tausende Rohingyas in Lagern, in bitterer Armut und ohne Zukunftsaussicht.